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Wikileaks: Die Risiken waren bekannt

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bereits vor mehr als zwei Jahren auf Probleme bei der Erdbebensicherheit japanischer AKW hingewiesen. Doch passiert sei nichts.

Apokalyptisches Bild: Rauch über dem AKW Fukushima I, 15. März 2011.
Apokalyptisches Bild: Rauch über dem AKW Fukushima I, 15. März 2011.
Reuters

Die Anlagen seien starken Beben nicht gewachsen, wird ein IAEA-Experte in einer diplomatischen US-Depesche vom Dezember 2008 zitiert. Das berichtet die britische Zeitung «Daily Telegraph» unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Wikileaks.

Der namentlich nicht genannte Vertreter der Internationalen Atomenergie-Organisation habe beim Treffen der G8 Nuclear Safety and Security Group (NSSG) vom 3. bis 4. Dezember 2008 in Tokio darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsrichtlinien zum Schutz der japanischen Atomanlagen vor Erbeben in den vergangenen 35 Jahren lediglich dreimal überprüft worden seien.

In der Vergangenheit hätten Erdbeben aufgezeigt, dass in manchen Fällen das Grunddesign der Anlagen nicht geeignet sei, stärkeren Erdstössen zu widerstehen.

Japan hatte auf die Hinweise mit dem Bau eines Notfallschutzzentrums reagiert. Die Anlagen selbst blieben aber laut «Telegraph» nur für Erdbeben der Stärke 7 gewappnet. Das Beben vom vergangenen Freitag, das nun zu einer atomaren Katastrophe führen könnte, hatte die Stärke 9.

SDA/bru

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