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Karrer, der standhafte Verfechter der Atomkraft

Wenn selbst hartgesottene Wissenschaftler ins Grübeln kommen und die Beklemmung im «Club» fast aus dem Fernseher springt – einer weiss trotzdem, wos langgeht: Heinz Karrer, Chef des Energiekonzerns Axpo.

«Ich bin geschockt. Ich habe die Bilder immer wieder angesehen, mit den Kindern und mit der Frau.» Mit diesen Worten drückte Axpo-Chef Heinz Karrer seine Betroffenheit zur Katastrophe in Japan aus. Geschockt waren sie alle in der gestrigen «Club»-Runde bei Christine Maier. «Es ist apokalyptisch», sagte etwa Wolfgang Kröger, Professor für Sicherheitstechnik an der ETH Zürich. Und CVP-Nationalrat Pirmin Bischof, Verwaltungsrat des AKW Gösgen, ist ganz einfach «wütend auf das, was der Mensch anrichten kann».

Was der einleitenden Betroffenheitsrunde folgte, war eine emotionale Achterbahnfahrt, gesteuert vom technischen Wissenschaftler Kröger. Seine Ausführungen zum aktuellen Stand der Lage im AKW Fukushima waren klar, aber auch gespickt mit Sätzen wie: «Am Mittag hatte ich Angst, man gibt auf. Aber jetzt habe ich wieder Hoffnung.» Politiker Bischof trug diese Unsicherheit in den politischen Teil der Debatte: «Was ich in den drei Tagen gelernt habe: Es gab auch bei uns zu wenig Hinwendung zu den Risiken.» Der CVP-Nationalrat hatte zuvor im Parlament den prägnanten Satz von sich gegeben: «Die Welt wird nach dem 11. März 2011 eine andere sein.»

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