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Japan verweigert russischen Atomexperten die Einreise

Wladimir Kuznetsow war Chefexperte für Kernsicherheit in der Sowjetunion und Hauptingenieur im Atomkraftwerk Tschernobyl. Im Interview zeigt er sich erstaunt, dass Japan russische Expertenhilfe ablehnt.

Die Schweiz muss die alten Atomkraftwerke abstellen, sagt Kuznetzow. Am meisten Sorgen bereitet ihm das AKW Leibstadt.
Die Schweiz muss die alten Atomkraftwerke abstellen, sagt Kuznetzow. Am meisten Sorgen bereitet ihm das AKW Leibstadt.
Keystone
Der bisher schlimmste Nuklearunfall der Geschichte: Am 26. April 1986 explodierte Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion.
Der bisher schlimmste Nuklearunfall der Geschichte: Am 26. April 1986 explodierte Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion.
Keystone
Der Block 4 in Tschernobyl ist seit November 1986 mit einem Betondach bedeckt. Ein neuer «Sarkophag» ist in Planung.
Der Block 4 in Tschernobyl ist seit November 1986 mit einem Betondach bedeckt. Ein neuer «Sarkophag» ist in Planung.
Keystone
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Herr Kuznetsow, Sie haben vor und während der Katastrophe vor 25 Jahren in Tschernobyl gearbeitet. Wie geht es Ihnen heute? Nun, mit 55 Jahren bin ich kein junger Mann mehr. Das Alter merkt man schon.

Ich habe eher an die Spätfolgen von Tschernobyl gedacht, Sie waren Liquidator dort. Als am 26. April 1986 der 4. Reaktorblock explodierte, musste ich mich um die anderen drei Reaktoren kümmern. Diese waren weiterhin in Betrieb und mussten abgeschaltet werden. Später war es mein Job, diese wieder zum Laufen zu bringen. Natürlich leide ich unter den Folgen der starken Strahlung, mein Herz und meine Lungen machen mir zu schaffen. Aber das ist nicht wichtig. Ich lebe.

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