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Erdbeben lässt Börsenkurse abstürzen

Das starke Erdbeben in Japan hat die Kurse an der Tokioter Aktienbörse kräftig ins Minus gedrückt. In der Schweiz sind vor allem die Aktien der Swiss Re stark unter Druck geraten.

Der Nikkei-Index im Tagesverlauf.
Der Nikkei-Index im Tagesverlauf.

Das Beben im Nordosten des Landes liess rund eine Viertelstunde vor Handelsschluss auch in Tokio die Häuser wanken. Der Betrieb an der Börse lief zwar weiter, aber die Anleger wollten wegen des Bebens ihr Risiko reduzieren – als sicher geltende Staatsanleihen verbuchten einen Kurssprung, die Landeswährung Yen gab nach. Auch vor dem Beben hatten bereits Sorgen über den hohen Ölpreis und dessen Folgen für die Weltkonjunktur die Kurse belastet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Abschlag von 1,7 Prozent bei 10'254 Punkten. In Singapur gehandelte Futures auf den Nikkei fielen allerdings nach dem Handelsschluss in Tokio sogar unter 10'000 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls 1,7 Prozent auf 915 Stellen nach.

Auch die anderen asiatischen Börsen notierten fast ausnahmslos deutlich schwächer – nur der Aktienmarkt in Shanghai hielt sich nahezu unverändert. Ansonsten fielen die Kurse im Schnitt um etwa ein Prozent. Hauptgrund waren unter anderem die schwachen Vorgaben von der Börse an der New Yorker Wall Street, die von den Sorgen über den Ölpreis verursacht worden waren.

Swiss Re stark unter Druck

Das schwere Erdbeben hat die Aktien des Rückversicherers Swiss Re stark unter Druck gesetzt. Für verlässliche Schätzungen zum Schadenausmass sei es aber noch zu früh, hiess es von Seiten der Swiss Re.

Nach den Überschwemmungen in Australien und dem Erdbeben in Neuseeland ist es bereits die dritte grosse Naturkatastrophe im noch jungen Jahr 2011. Bei Handelsbeginn an der Schweizer Börse stürzte der Aktienkurs von Swiss Re infolgedessen 8,4 Prozent ab. Um 10.20 Uhr notierten die Wertpapiere des Rückversicherers noch 4,7 Prozent schwächer auf 51,10 Franken.

Auch andere Aktien tief im Minus

An Wert eingebüsst haben auch die Aktien anderer grosser Rückversicherungskonzerne: Die Titel der Münchener Rück sanken zu Handelsbeginn an der Frankfurter Börse um 4,8 Prozent, jene der Hannover Rück um 4,4 Prozent.

Unter dem Erdbeben in Japan litt auch der Börsenkurs von Versicherungskonzernen wie Zurich Financial Services oder der deutschen Allianz. Die Zurich-Aktien fielen kurzzeitig um über 2,8 Prozent ins Minus und notierten nach etwas mehr als einer Stunde rund 1,9 Prozent unter dem Kurs des Vorabends. Die Papiere der Allianz-Versicherung verloren zwischenzeitlich 2,0 Prozent an Wert.

AFP/bru

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