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Die Katastrophe in Zahlen

Das Erdbeben der Stärke 9,0 und der anschliessende Tsunami am Freitag haben katastrophale Folgen für Japan. Die wichtigsten aktuellen Zahlen und Fakten im Überblick.

Ein Schiff auf dem Haus, Otsuchi, Präfektur Iwate. (22. März 2011)
Ein Schiff auf dem Haus, Otsuchi, Präfektur Iwate. (22. März 2011)
Reuters
Rettungstruppen bereiten sich in einer Turnhalle in Sumita auf ihren Einsatz vor. (14. März 2011)
Rettungstruppen bereiten sich in einer Turnhalle in Sumita auf ihren Einsatz vor. (14. März 2011)
AFP
...sowie den Rettungskräften das Leben erschwert. (16. März 2011)
...sowie den Rettungskräften das Leben erschwert. (16. März 2011)
Reuters
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TODESOPFER: Bisher sind gut 4000 Todesfälle in der am stärksten betroffenen Region im Nordosten der Hauptinsel Honshu bestätigt. Nach Angaben der Polizei werden noch 8181 Menschen vermisst, 1990 wurden verletzt. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl auf 10'000 steigen könnte.

SACHSCHÄDEN: Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden 80'422 Gebäude beschädigt, 4798 davon wurden vollständig zerstört. Weiterhin sind landesweit rund 1,6 Millionen Gebäude ohne Trinkwasser, 612'439 Haushalte haben zudem nach Angaben des Gesundheitsministeriums keinen Strom.

EVAKUIERUNGEN: Infolge des Tsunamis und wegen der drohenden radioaktiven Verseuchung wurden 556'132 Menschen in Sicherheit gebracht. Im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima I mussten alle Menschen ihren Wohnort verlassen. Rund 2700 Notunterkünfte wurden eingerichtet.

ATOMANLAGEN: Im AKW Fukushima I wurden nach dem Ausfall des Kühlsystems die Reaktoren 1 bis 4 beschädigt. In diesen Reaktoren kam es zu Explosionen, es droht dort eine Kernschmelze. Die Strahlung nahe der Anlage betrug am Mittwoch nach Regierungsangaben 1,5 Millisievert pro Stunde.

RETTUNGSKRÄFTE: Rund 80'000 Soldaten, Polizisten und Rettungskräfte sind landesweit im Einsatz. Am Mittwoch kündigte die Regierung zudem die Entsendung von 6400 Reservisten an.

HILFSLEISTUNGEN: Nach Angaben des Aussenministeriums haben 112 Staaten sowie 23 internationale Organisationen ihre Hilfe angeboten. Der Umfang der Hilfsmittel wurde bisher nicht bekannt gegeben.

WIRTSCHAFTLICHE FOLGEN: Die Regierung nannte die Auswirkungen des Erdbebens auf die Wirtschaft «erheblich». Die Zentralbank Japans pumpte seit Montag 28'000 Milliarden Yen in die Wirtschaft. Die Börse von Tokio brach am Montag und Dienstag um 16 Prozent ein, stieg heute aber zunächst wieder um 5,68 Prozent. Zahlreiche Unternehmen unterbrachen ihre Produktion.

FOLGEKOSTEN: Die Singapurer Bank DBS schätzt die Kosten der Katastrophe auf 100 Milliarden Dollar, was zwei Prozent des japanischen Bruttoinlandprodukts entspricht. Der Katastrophen-Beratung AIR Worldwide zufolge könnten die Kosten für den Versicherungssektor 34,6 Milliarden Dollar erreichen.

AFP/bru

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