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Wie Paris die Welt drehte

Nicolas Sarkozy hat die zögerliche internationale Gemeinschaft mit einer impulsiven Aktion, wie sie für ihn typisch ist, zum Umdenken bezüglich Libyen gedrängt.

Zeigte sich demonstrativ: Am 10. März empfing Nicolas Sarkozy Vertreter der libyschen Rebellenregierung im Elysée.
Zeigte sich demonstrativ: Am 10. März empfing Nicolas Sarkozy Vertreter der libyschen Rebellenregierung im Elysée.
Reuters

In Frankreich reden sie nun von einem diplomatischen «Coup». Rechte wie linke Politiker und Zeitungen: Für einmal sind sich alle einig in der Einschätzung von Nicolas Sarkozy. Und das kommt wahrlich nicht oft vor. Frankreichs Präsident, heisst es, habe die zaudernde internationale Gemeinschaft beinahe im Solo von der Notwendigkeit einer militärischen Intervention in Libyen überzeugen können. Die verabschiedete Resolution, die als Grundlage für eine Aktion gegen Muammar al-Ghadhafis Regime dient, hatte 24 Stunden vor der Abstimmung noch als chancenlos gegolten. Befeindet von Chinesen und Russen, die mit ihrem Veto drohten. Und bezweifelt von Deutschen und Amerikanern, die vor einem Krieg warnten. Am Ende kam sie zwar nur mit einer knappen Mehrheit durch, doch sie kam durch. Paris behauptete sich.

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