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Russland auf der Suche nach seiner Rolle im Libyen-Krieg

Russland möchte sich nicht militärisch am Krieg in Libyen beteiligen und kritisierte das Vorgehen der Alliierten bisweilen hart. Nun unterbreitet Dmitri Medwedew den USA ein Angebot.

Treffen auf höchster Ebene: US-Verteidigungsminister Robert Gates bei seinem Besuch in Russland, St. Petersburg.
Treffen auf höchster Ebene: US-Verteidigungsminister Robert Gates bei seinem Besuch in Russland, St. Petersburg.
Reuters

Im Libyen-Konflikt hat sich Russland als Vermittler angeboten. Moskau stehe für den Versuch bereit, den Streit möglichst friedlich beizulegen. Das sagte Präsident Dmitri Medwedew bei einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Robert Gates heute in Moskau.

Ein militärisches Engagement seines Landes habe der Präsident erneut ausgeschlossen, teilte der Kreml auf seiner Internetseite mit. Gates kündigte eine baldige Reduzierung der Luftangriffe auf Ziele in dem nordafrikanischen Land an. «Wir werden die Intensität in Kürze verringern», sagte er nach Angaben der Agentur Interfax.

Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow forderte beim Treffen mit Gates ein Ende der Luftschläge in Libyen auf zivile Ziele wie Brücken. «Leider wurden bei der Militäraktion bereits Zivilisten getötet. Das kann nicht hingenommen werden», sagte er. Serdjukow sprach sich wie Medwedew für baldmöglichste Verhandlungen aus.

«Mittelalterlicher Kreuzzug»

Zuvor äusserte Russland Kritik an der Militäraktion gegen Libyen. Putin verglich die UN-Resolution, die den Einsatz der USA und anderer Streitkräfte gegen Libyen ermöglichte, mit einem «mittelalterlichen Aufruf zum Kreuzzug».

Medwedew verteidigte zwar die Enthaltung Russlands bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat vergangene Woche, bezeichnete die UN-Resolution zu Libyen aber als eine legitime Antwort auf die «Verbrechen Muammar al-Ghadhafis gegen sein eigenes Volk».

SDA/mrs

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