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Jemens Präsident will nicht abtreten

Im Jemen haben auch am Samstag zehntausende Menschen gegen die Regierung protestiert und den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh gefordert. Dieser will aber erst 2013 gehen.

Lassen nicht locker: Demonstranten in Jemen.
Lassen nicht locker: Demonstranten in Jemen.
Keystone

Der Staatschef lehnte einen Vermittlungsvorschlag der Opposition ab, wonach er sein Amt bis zum Jahresende abgeben sollte. Der Plan sei zu vage, Saleh werde vielmehr wie bereits angekündigt bis 2013 Präsident bleiben und dann nicht erneut kandidieren, teilte sein Büro mit.

In der Hauptstadt Sanaa und der Hafenstadt Aden setzte die Regierung wegen der Massenproteste den Lehrbetrieb an den Universitäten aus. Kundgebungen wurden auch aus den Städten Tais und Hadramaut gemeldet. Die Menge wolle keinen Dialog mit der Regierung, sondern den Rücktritt Salehs, sagte einer ihrer Anführer an der Universität von Sanaa, Redwan Massud.

Grossbritannien erlässt Reisewarnung

Ausserdem forderten die Demonstranten in mehreren Städten Ermittlungen zu den Vorgängen in Harf Sofjan, wo am Freitag bei einer Demonstration vier Menschen ums Leben kamen. Aus Protest gegen das Vorgehen Salehs traten am Samstag mehrere Mitglieder von dessen regierender Kongresspartei zurück.

Grossbritannien erliess wegen der anhaltenden Proteste eine Reisewarnung für den Jemen. Auch die US-Regierung hat inzwischen amerikanische Staatsbürger vor Reisen in den Jemen gewarnt. US-Bürger, die sich in dem Land aufhalten, wurden in der Reisewarnung vom Sonntag aufgerufen, eine Rückreise in Betracht zu ziehen. Das Aussenministerium in Washington verwies in der Erklärung auf die Unruhen und die Terrorgefahr im Jemen und sprach von einem «extrem hohen» Bedrohungsniveau.

dapd/jak

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