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«Ich glaube nicht, dass die Nato sehr erpicht darauf ist, in Libyen einzugreifen»

Nicht nur China und Russland haben etwas gegen eine militärische Intervention in Libyen, sagt der Nato-Experte Johannes Varwick. Auch Europa und die USA hätten wenig Lust dazu.

Nach der Afghanistan-Erfahrung wenig Lust auf weitere Interventionen: Nato-Truppen.
Nach der Afghanistan-Erfahrung wenig Lust auf weitere Interventionen: Nato-Truppen.
Reuters

Herr Varwick, die Nato bereitet sich im Fall von Libyen auf alle Optionen vor, auch auf militärische. Wie wahrscheinlich ist es, dass der UNO-Sicherheitsrat der Nato ein Mandat erteilt, eine Flugverbotszone durchzusetzen, wie es auch die Arabische Liga und die libysche Opposition fordern?

Die Wahrscheinlichkeit ist nicht besonders gross, da vermutlich China und Russland grundlegende Probleme damit haben. Es war für mich schon überraschend, dass China und Russland der Erklärung des Sicherheitsrats über Sanktionen zugestimmt haben, was ja schon eine erhebliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens ist. Die Russen und die Chinesen haben grundsätzliche Bedenken mit dieser Art von Politik, und ich denke nicht, dass sie eine militärische Option mittragen werden.

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