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Die Versuchung des Tyrannenmords

In den USA mehren sich die Stimmen, welche die gezielte Tötung Ghadhafis fordern. Doch mit der Ermordung von Despoten hat Washington nicht immer gute Erfahrungen gemacht.

Hält beharrlich an der Macht fest: Muammar al-Ghadhafi in seiner Fernsehansprache am 30. April 2011.
Hält beharrlich an der Macht fest: Muammar al-Ghadhafi in seiner Fernsehansprache am 30. April 2011.
AFP
Seine Ermordung wurde vom CIA angeordnet: Der ehemalige kongolesische Präsident Patrice Lumumba.
Seine Ermordung wurde vom CIA angeordnet: Der ehemalige kongolesische Präsident Patrice Lumumba.
Keystone
Auf der Liste Washingtons: Osama Bin Laden darf nach einer Anordnung des ehemaligen Präsidenten George W. Bush getötet werden.
Auf der Liste Washingtons: Osama Bin Laden darf nach einer Anordnung des ehemaligen Präsidenten George W. Bush getötet werden.
Keystone
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Die ersten überlieferten Opfer waren die Brüder Hippias und Hipparchos: 514 vor Christus fielen die beiden Athener Tyrannen einem Mordanschlag zum Opfer. Seidem geistert der Tyrannenmord durch die Geschichte – mal legitimiert, mal verdammt. Jetzt scheint er wieder in Mode zu kommen: Anfang der Woche haben Nato-Kampfflugzeuge die Kommandozentrale Muammar al-Ghadhafis bombardiert, ohne den libyschen Despoten zu töten. Zusehends lauter aber wird in den Vereinigten Staaten der Ruf, dem störrischen Autokraten den Garaus zu machen.

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