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«Die Enthaltung der Deutschen wird noch zu reden geben»

Nach langem diplomatischem Hickhack und politischem Gezerre ist der Weg für einen Angriff auf Ghadhafi frei. In dem Poker sei Berlin den Briten und Franzosen in den Rücken gefallen, sagt der Politologe Dieter Ruloff.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Resolution verabschiedet, mit der die Luftwaffe des libyschen Diktators Muammar Ghadhafi am Boden gehalten werden soll.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Resolution verabschiedet, mit der die Luftwaffe des libyschen Diktators Muammar Ghadhafi am Boden gehalten werden soll.
Keystone
Der UNO-Resolution, für die sich vor allem Frankreichs Aussenminister Alain Juppé stark gemacht hatte, stimmten 10 der 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats zu.
Der UNO-Resolution, für die sich vor allem Frankreichs Aussenminister Alain Juppé stark gemacht hatte, stimmten 10 der 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats zu.
Keystone
Wird mithelfen, das Flugverbot durchzusetzen: Britisches Schlachtschiff «HMS Bulwark».
Wird mithelfen, das Flugverbot durchzusetzen: Britisches Schlachtschiff «HMS Bulwark».
Keystone
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Herr Ruloff, die USA haben lange gezögert, in Libyen einzugreifen. Warum jetzt der plötzliche Wandel? Die Stimmung in Washington ist gekippt. Die Regierung Obama hat erkannt, dass man sich nicht noch einmal auf dem falschen Fuss erwischen lassen darf. Bei den Protesten in Ägypten vom Februar haben die USA viel zu lange an Mubarak festgehalten. Das wurde ihnen von verschiedener Seite zum Vorwurf gemacht. Bezüglich Libyen war es nun Senator John Kerry, der Vorsitzende des aussenpolitischen Ausschusses im Senat, der ein Eingreifen in Libyen vehement gefordert hatte. Offensichtlich mit Erfolg.

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