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«Die Arabische Liga ist immer noch ein Club von Diktatoren»

Die Arabische Liga forderte erst eine Flugverbotszone, um die Angriffe auf Libyen dann zu kritisieren. Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg erklärt die ambivalente Haltung der arabischen Staaten.

Da war Muammar al-Ghadhafi (und Ägyptens Hosni Mubarak) noch Teil des Clubs: Ein Treffen der Arabischen Liga im Oktober 2010. Zwischen Ghadhafi und Mubarak steht Generalsekretär Amr Moussa.
Da war Muammar al-Ghadhafi (und Ägyptens Hosni Mubarak) noch Teil des Clubs: Ein Treffen der Arabischen Liga im Oktober 2010. Zwischen Ghadhafi und Mubarak steht Generalsekretär Amr Moussa.
Reuters

Erst forderte die Arabische Liga am 12. März eine Flugverbotszone, dann kritisierte sie den Einsatz der Alliierten, jetzt rudert Generalsekretär Amr Moussa wieder zurück. Was sagen Sie zur Haltung der Arabischen Liga in der Libyen-Frage?

Da gibt es zwei Aspekte, einen internen und einen sachlichen Aspekt. Der interne Aspekt: Es ist oft gängige Praxis arabischer Staaten, dass sie zum einen westliche Aktivitäten fordern, um eigene Ziele durchzusetzen, sich dann aber davon distanzieren, um in der eigenen Bevölkerung nicht den Eindruck zu erwecken, mit den Amerikanern oder den Franzosen zu eng zusammenzuarbeiten. Das ist ein Reflex, den man in der arabischen Aussenpolitik immer wieder findet.

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