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Der Hohn der Familie Ghadhafi

Libyens Regierungstruppen starten den Angriff auf die Bastion der Rebellen. Es werde nächstens «alles vorbei» sein, kündigt Saif al-Islam al-Ghadhafi an. Und wie zuvor sein Vater verhöhnt er den Westen.

«Egal, was die UNO jetzt entscheidet – es kommt alles zu spät»: Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam beim TV-Interview.
«Egal, was die UNO jetzt entscheidet – es kommt alles zu spät»: Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam beim TV-Interview.
Reuters

Im Lachen von Saif al-Islam schwingt in diesen Tagen viel teuflischer Triumph mit. Es gab Zeiten, da galt dieser Sohn von Muammar al-Ghadhafi im Westen als Hoffnungsträger. In Paris und Washington sagte man sich lange, dass der heute 39-jährige Architekt das Zeug habe, dereinst seinem Vater nachzufolgen und Libyen in eine bessere, freiere Zukunft zu führen. So modern und smart wirkte er. Saif engagierte sich karitativ, bemühte sich um die Befreiung westlicher Geiseln in der Welt und wertete das Image des Regimes just zu einem Zeitpunkt auf, als Ghadhafi sen. nach Jahrzehnten der internationalen Ächtung auf die Weltbühne zurückkehrte. Doch nun, da das Regime den Aufstand seiner Gegner mit Kampfjets und Panzern in die Knie zwingt und dabei viele zivile Opfer in Kauf nimmt, zeigt sich immer deutlicher, dass der Westen ein falsches Bild von Saif al-Islam (übersetzt: Schwert des Islam) hatte.

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