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«Das Problem ist, dass die Politik die Entscheidungen trifft»

Dass die Nato Ghadhafi noch nicht besiegen konnte, hat wenig mit Strategie zu tun, sagt der Nato-Experte Carlo Masala. Das Militär muss teilweise wider besseres Wissen handeln.

Der Nato-Einsatz hat bisher Zerstörung und Tod gebracht, aber Ghadhafi hat sich gehalten: Regierungsgebäude in Tripolis.
Der Nato-Einsatz hat bisher Zerstörung und Tod gebracht, aber Ghadhafi hat sich gehalten: Regierungsgebäude in Tripolis.
Reuters

Herr Masala, Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am Sonntag zu CNN, es könne keine militärische Lösung für Libyen geben. Etwas, was Kritiker der Nato-Aktion von Anfang an sagten. Wie konnte sich die Nato dermassen verkalkulieren?

Die Nato hat ja selber lange damit gerungen, ob sie den Einsatz übernehmen soll. Die Einsicht, dass eine militärische Lösung nicht möglich ist, war bei etlichen Militärvertretern schon von Anfang an da. Aber da war einerseits das Mandat der Vereinten Nationen, eine Flugverbotszone durchzusetzen. Und die setzt man bekanntermassen nur mit militärischer Unterstützung durch. Andererseits hat man wohl geglaubt, dass Ghadhafi nach 3-4 Tagen einlenken und aufgeben würde.

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