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Ägyptens Tourismusminister muss hinter Gitter

Der ehemalige Tourismusminister Suhair Garana ist von einem Gericht in Kairo zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er soll unter anderem illegal Tourismuslizenzen verkauft haben.

Muss fünf Jahre absitzen: Der ehemalige ägyptische Tourismusminister Suhair Garana.
Muss fünf Jahre absitzen: Der ehemalige ägyptische Tourismusminister Suhair Garana.
Reuters

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Ex-Politiker Suhair Garana unter dem Regime des vor drei Monaten gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak wertvolle Grundstücke aus Staatsbesitz weit unter dem Preis an einflussreiche Geschäftsleute verkauft hat.

Darunter waren auch Ländereien mit Ölquellen. Auch soll Garana illegal Tourismuslizenzen vergeben haben. Er ist zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Korruption und Amtsmissbrauch

Es ist das zweite Urteil gegen einen ranghohen Beamten des Regimes von Expräsident Hosni Mubarak seit dessen Rücktritt am 11. Februar. Gegen rund ein Dutzend ehemalige Top-Funktionäre des Regimes wird derzeit in Ägypten wegen des Verdachts auf Korruption ermittelt.

Auch Mubarak selbst wurde am Dienstag wieder in dem Krankenhaus im Badeort Scharm el Scheich befragt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Chefankläger Abdel-Maguid Mahmud ordnete an, den Arrest Mubaraks aufgrund weiterer Ermittlungen um 15 Tage zu verlängern. Dem ehemaligen Staatschef wird vorgeworfen, sich illegal bereichert zu haben. Zudem wird seine Rolle bei der blutigen Niederschlagung der Proteste vor wenigen Monaten untersucht.

Die ägyptische Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen des Verdachts auf Korruption unter anderen noch gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten, die Sprecher der beiden Kammern des Parlaments und die zwei Söhne Mubaraks.

SDA/pbe

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