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Das Schengen-Sakrileg

Mit den Flüchtlingen kommt in Deutschland der Ruf nach mehr Grenzkontrollen. Die Diskussion wird mit dem Hinweis auf «Rechtspopulismus» tabuisiert.

Elmau setzte Grenzen. Für den G-7-Gipfel im Juni waren rund 10?000 Polizisten im Einsatz, in drei Wochen führte die Polizei 360?000 Kontrollen durch.
Elmau setzte Grenzen. Für den G-7-Gipfel im Juni waren rund 10?000 Polizisten im Einsatz, in drei Wochen führte die Polizei 360?000 Kontrollen durch.
Keystone

Deutsche Zeitungen sind in den letzten Wochen voll mit Asyl-Statistiken. Die Zahlen werden ständig nach oben korrigiert. Im Juli sollen 79'000 Menschen in Deutschland Asyl beantragt haben, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge spricht von einem «Allzeitrekord».

Die Länder und Kommunen füllen Turnhallen, bauen Zelte, in die sie pro Flüchtling einen verschliessbaren Highschool-Spind und ein spartanisches Eisenbett stellen. Über die Zeltstädte, sie lösten vor wenigen Wochen noch Entsetzen aus, mag sich kaum jemand mehr wundern. Sie gehören zur« Tagesschau» wie die Betrachtungen zum Wetter. Die Länder beklagen sich über die angeblich mangelnde Hilfe des Bundes und allenthalben ist von unhaltbaren Zuständen die Rede. Die Sprachregelung von Innenminister Thomas de Maizière lautet: «Wir sind erheblich gefordert, aber nicht überfordert.»

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