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Was man bisher über die Angreifer weiss

Ein syrischer und ein ägyptischer Pass, ein Treffer in der Terrordatenbank: Das sind die ersten Spuren.

Vor dem Café Comptoir Voltaire: Forensiker der französischen Polizei untersuchen einen der Tatorte von Freitagabend. (14. November 2015)
Vor dem Café Comptoir Voltaire: Forensiker der französischen Polizei untersuchen einen der Tatorte von Freitagabend. (14. November 2015)
Keystone

«Acht unserer Brüder» hätten Frankreich attackiert, heisst es im angeblichen Bekennerschreiben der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Der Text wurde am Samstag auf Französisch und Arabisch veröffentlicht. Bereits zuvor sprach der französische Präsident François Hollande davon, dass der IS für die Attentate vom Freitagabend in Paris verantwortlich sei.

Zweifelsfrei gesichert ist die Verbindung zum IS nicht. Die koordinierte Aktion an mehreren Tatorten, der enge Zeitplan, die vielen Waffen und der Sprengstoff deuten aber darauf hin, dass wohl eine grössere Organisation an den Anschlägen beteiligt war.

Immer noch unklar ist auch, wie viele Attentäter tatsächlich involviert waren. Acht Terroristen sollen es mindestens gewesen sein. Alles junge Männer. Von «kampferprobten und perfekt trainierte Typen» ist in Polizeikreisen die Rede. Sieben Attentäter hatten sich in die Luft gesprengt. Ihre Überreste werden derzeit im Leichenschauhaus von Paris untersucht. Die Leiche eines achten Attentäters wurde inzwischen identifiziert.

  • Der Fingerabdruck: Die Personalien des identifizierten Attentäters wurden von der Polizei noch nicht veröffentlicht. Beim Mann, der am Angriff auf den Musikclub Bataclan beteiligt war, soll es sich aber um einen 30-jährigen Franzosen handeln. Der Mann wurde anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert. Diese waren bereits polizeilich registriert. Seine Verbindungen zu islamistischen Kreisen waren der frazösischen Polizei bekannt. Gemäss unbestätigten Meldungen stammte der Mann aus dem Ort Courcouronnes südlich von Paris.
  • Die Pässe: Möglicherweise waren auch Ausländer an den Anschlägen beteiligt. Beim Stade de France wurden bei den Überresten der Attentäter ein syrischer und ein ägyptischer Pass gefunden. Noch ist unklar, ob sie wirklich den Angreifern gehörten. Der syrische Pass soll zudem zuvor in Griechenland registriert worden sein. Dies meldete die Agentur Reuters unter Berufung auf den griechischen Zivilschutzminister Nikos Toskas. Dies könnte bedeuten, dass einer der Attentäter im Strom der Flüchtlinge aus Syrien nach Europa gelangt ist.
  • Das Nummernschild: Ein weiterer Hinweis, dass auch Auswärtige an den Attentaten beteiligt gewesen sein könnten, ist ein angeblich von ihnen verwendetes Fahrzeug. Augenzeugen berichten von einem Auto mit belgischem Nummernschild. In Brüssel wurde am Samstag zudem im Viertel Molenbeek eine Polizeirazzia im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris durchgeführt. Es kam zu mehreren Verhaftungen. Gemäss unbestätigten Meldungen stammten drei der Angreifer von Paris aus dem Viertel.
  • Die Spur nach Deutschland: Untersucht wird schliesslich eine mögliche Verbindung zu einem Vorall in Deutschland. Am 5. November wurde in Bayern ein Mann im Besitz eines Schnellfeuergewehrs und Sprengstoffs festgenommen, der nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten in Verbindung mit den Attentaten stehen könnte.

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