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Wohnungen für jüdische Siedler – mitten in der geteilten Stadt

Wo einst Geschäfte von Palästinensern standen, soll in Hebron im Westjordanland eine neue Siedlung entstehen.

Die Grenze geht mitten durch die Stadt: Zwei palästinensische Frauen bei einem Checkpoint der Israelis. Foto: Juan Teixeira (NurPhoto / Getty Images)
Die Grenze geht mitten durch die Stadt: Zwei palästinensische Frauen bei einem Checkpoint der Israelis. Foto: Juan Teixeira (NurPhoto / Getty Images)

Der Palästinenser Ziad Jaber sitzt in seinem Wohnzimmer in der Ras-Aljorah-Strasse in Hebron und deutet immer wieder in eine Richtung. «Von hier sind es nur fünf Minuten bis zur Altstadt und meinem Geschäft. Aber seit 25 Jahren darf ich nicht mehr hin», sagt Jaber. Seit 1994 hat der 70 Jahre alte Palästinenser sein Geschäft auf dem Grossmarkt in der Al-Shuhada-Strasse 16 nicht mehr betreten. Dreissig Jahre lang hat er dort Obst und Gemüse verkauft. «Sie haben uns rausgeschmissen, sie haben einfach das Areal geschlossen und alles konfisziert. Wir konnten nicht einmal mehr unsere Sachen holen. Sie haben uns gezwungen, alles so zu lassen.»

Wünscht sich, noch einmal hinter der Verkaufstheke in seinem Geschäft im besetzten Gebiet stehen zu können: der Palästinenser Ziad Jaber. Foto: OH
Wünscht sich, noch einmal hinter der Verkaufstheke in seinem Geschäft im besetzten Gebiet stehen zu können: der Palästinenser Ziad Jaber. Foto: OH

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