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US-Kampfhelikopter stürzt an der Grenze zu Nordkorea ab

Mitten in einer Phase diplomatischer Spannungen zwischen den beiden Korea ist ein US-Helikopter bei einem Militärmanöver abgestürzt. Der Norden hatte dem Süden zuvor ein Ultimatum gestellt.

Bringen sich in Stellung: Südkoreanische Soldaten beim Training an der Grenze zu Nordkorea. (16. April 2013)
Bringen sich in Stellung: Südkoreanische Soldaten beim Training an der Grenze zu Nordkorea. (16. April 2013)
Keystone

Ein US-Kampfhelikopter ist heute während eines Militärmanövers nahe der Grenze zu Nordkorea abgestürzt. Der Absturz ereignete sich auf südkoreanischem Gebiet im Bezirk Cheolwon, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Die Ursache sei noch unklar.

Ein US-Militärvertreter sagte, der Helikopter vom Typ CH-53, der neben drei Besatzungsmitgliedern 13 weitere Soldaten transportierte, habe eine «harte Landung» gehabt. Angaben über Opfer lagen nicht vor. Die Nachrichtenagentur Yonhap hatte zuvor berichtet, es habe sich um einen Helikopter vom Typ UH-60 Black Hawk mit zwölf Insassen gehandelt.

28'500 US-Soldaten in Südkorea

Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. Die Regierung in Pyongyang hat das gemeinsame Militärmanöver Südkoreas und der USA als Übung für eine Invasion bezeichnet und im Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. In Südkorea sind dauerhaft 28'500 US-Soldaten stationiert.

Derweil hat Nordkorea von Südkorea eine Entschuldigung für «feindselige Akte» gefordert und diese Forderung mit einem Ultimatum untermauert. Falls sich Südkorea nicht entschuldige, könne es jederzeit Vergeltungsakte geben, hiess es in einer Erklärung des Oberkommandos der nordkoreanischen Volksarmee, die heute von den staatlichen Medien verbreitet wurde. Solange sich der Süden nicht entschuldige, werde es keinerlei Gespräche geben.

Noch kein Termin

«Wenn die Marionettenbehörden wirklich Gespräche und Verhandlungen wollen, dann müssen sie sich entschuldigen für all die feindseligen Akte – die grossen wie die kleinen – gegen die Demokratische Volksrepublik Korea und damit ihren Landsleuten den Willen zeigen, mit diesen Akten faktisch aufzuhören», hiess es wörtlich in der Erklärung. Diese Forderung sei ein Ultimatum. Allerdings war zunächst unklar, bis wann dieses Ultimatum läuft.

Noch kein Raketenstart

Nordkorea beging heute den zweiten Tag der Feiern zum 101. Geburtstag seines ersten Staatschefs Kim Il-sung, es ist der höchste Nationalfeiertag des Landes. Vor dem 100. Geburtstag im vergangenen Jahr hatte das Land eine Rakete abgefeuert, um seine militärische Stärke unter Beweis zu stellen. Trotz der Kriegsrhetorik der vergangenen Wochen hatte die Führung in Pyongyang am Montag auf eine solche Provokation verzichtet. Mit dem Ultimatum von heute ist es wieder auf Konfrontationskurs zurückgekehrt.

SDA

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