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UNO wirft Nordkorea Folter und Vergewaltigung vor

Schwere Vorwürfe an Kim Jong-un: Gemäss dem UNO-Menschenrechtskommissar kommt es in nordkoreanischen Gefängnissen regelmässig zu Misshandlungen.

Drohte UNO-Büro in Südkorea: Nordkoreas Führer Kim Jong-un.
Drohte UNO-Büro in Südkorea: Nordkoreas Führer Kim Jong-un.
Keystone

Nordkorea foltert nach Angaben des UNO-Menschenrechtskommissars Seid al-Hussein systematisch seine Gefangenen. Überläufer berichteten von Misshandlungen und Vergewaltigungen in den Gefängnissen und Straflagern des kommunistischen Landes, sagte Hussein am Donnerstag vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York.

«Die Eingesperrten haben zudem keinen Zugang zu unabhängigen Anwälten, haben keine fairen Prozesse und werden oft willkürlich festgehalten», sagte der Jordanier.

Büro dokumentiert Menschenrechtsverletzungen

Die Vereinten Nationen hatten im Sommer ein Büro in Südkorea eröffnet, das Menschenrechtsverletzungen im Norden dokumentieren soll. Das Regime in Pyongyang hatte das als «grobe Provokation» bezeichnet und mit «ernsten Massnahmen» gedroht und sogar von Kriegsgefahr gesprochen.

«Es ist absolut inakzeptabel, dass ein Mitgliedsstaat ein Büro der Vereinten Nationen bedroht», sagte Hussein. «Wir weisen diese Drohungen mit schärfsten Worten zurück.»

Ernährungskrise leicht entspannt

Nach seinen Worten hat sich die dramatische Ernährungskrise in Nordkorea leicht entspannt, noch immer gebe es aber massive Probleme. Die vom Norden zugelassene Familienzusammenführung mit Verwandten im Süden sei zu begrüssen.

Allerdings untersuche Pyongyang nicht die Entführung von Ausländern nach Nordkorea. «Hunderte Menschen wurden entführt und Nordkorea hat sogar eine Untersuchungskommission berufen. Von der gibt es aber seitdem keinerlei Ergebnisse», sagte Hussein.

Südkorea und Japan werfen Nordkorea vor, Bürger ihrer Länder entführt zu haben, damit Spione des kommunistischen Regimes von ihnen Sprache und Sitten lernen konnten.

SDA

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