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Südasien: 800'000 Flutopfer evakuiert

Hilfskräfte haben aus dem vom Hochwasser heimgesuchten Nordindien rund 800'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Lage für die über 3,5 Millionen Betroffenen bleibt angespannt.

(Video: Reuters)

«Ein Grossteil der Evakuierungen ist beendet und 800'000 Menschen wurden an sichere Orte gebracht», sagte der für Katastrophenschutz zuständige Minister Nitish Mishra am Freitag in Patna, der Hauptstadt des Bundesstaates Bihar. Allein 280'000 Menschen hätten Zuflucht in Lagern gefunden.

In allen Lagern gebe es genügend Lebensmittel und Medikamente, erklärte Pratyay Amrit von der regionalen Katastrophenschutzbehörde. Auch sanitäre Einrichtungen seien nach anfänglichen Problemen inzwischen in ausreichender Zahl errichtet worden.

Im Dorf ausharren

Nach Angaben der Regierung in Bihar sind jedoch noch 50'000 bis 100'000 Menschen in den von der Aussenwelt abgeschnittenen Hochwasser-Gebieten gefangen. Viele Menschen würden sich jedoch weigern, ihre Dörfer zu verlassen.

Offiziellen Angaben zufolge sind bisher rund hundert Menschen in den Fluten gestorben, wahrscheinlich sind es aber viele mehr. Mindestens 300'000 Häuser wurden zerstört.

Das Wasser ging in den vergangenen Tagen ein wenig zurück, doch der Fluss Kosi kann am Ende der Monsun-Zeit Ende September oder Anfang Oktober wieder anschwellen.

Grosse Teile von Bihar sind überschwemmt, seit der Fluss vor zwei Wochen stromaufwärts in Nepal über die Deiche trat und seinen Lauf änderte. In Nepal wurden durch das Hochwasser nach offiziellen Angaben bislang 50'000 Menschen obdachlos.

Der Monsun in Südasien beginnt in der Regel im Juni und dauert bis Ende September. Nach offiziellen Angaben kamen in Indien bei den Überschwemmungen in diesem Jahr landesweit bereits mehr als 1800 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr starben etwa 3000 Menschen.

SDA/mbr

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