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Streit über Südchinesisches Meer beim Asean-Gipfel

US-Präsident Barack Obama ist nach seinem historischen Kurzaufenthalt in Burma an den Asean-Gipfel nach Kambodscha gereist. Dort diskutiert er mit dem Gastgeber Menschenrechtsfragen.

Die Staatschefs geben sich am Asean-Gipfel die Hand: Yingluck Shinawatra, Thailand, Nguyen Tan Dung, Vietnam, US-Präsident Barack Obama, Hun Sen, Kambodscha, und Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah. (20. November 2012)
Die Staatschefs geben sich am Asean-Gipfel die Hand: Yingluck Shinawatra, Thailand, Nguyen Tan Dung, Vietnam, US-Präsident Barack Obama, Hun Sen, Kambodscha, und Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah. (20. November 2012)
Keystone

Der Territorialstreit im Südchinesischen Meer und der diplomatische Umgang damit überschatten den Ostasiengipfel in Kambodscha. Die Staats- und Regierungschefs aus 16 Ländern begannen heute in Phnom Penh ihre Beratungen unter dem Titel «Globaler Dialog».

China beansprucht weite Teile des Südchinesischen Meers, wo auch Inseln liegen, die die Philippinen, Vietnam, Malaysia und Brunei zu ihrem Territorium zählen. Sie sind Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean, die seit Sonntag in Kambodscha tagt. In der Region lagern viele Rohstoffe. China will nur mit jedem Land einzeln über die Territorialansprüche verhandeln.

«Konflikt nicht internationalisieren»

Asean-Gastgeber Kambodscha, ein enger Verbündeter Chinas, sagte vor dem Ostasiengipfel, die Gemeinschaft habe sich darauf geeinigt, den Konflikt «nicht zu internationalisieren». Der philippinische Aussenminister Albert del Rosario widersprach. Einen solchen Konsens habe es nicht gegeben.

Schon im Juli war bei einem Treffen der Aussenminister erstmals in der Asean-Geschichte eine gemeinsame Erklärung gescheitert, weil Kambodscha zum Thema Südchinesisches Meer Chinas Interessen vertrat.

Obama spricht Menschenrechtsfragen an

US-Präsident Barack Obama traf nach seiner historischen Reise nach Burma gestern Abend in Phnom Penh ein. Sein Gespräch mit Kambodschas Regierungschef Hun Sen bezeichnete das Weisse Haus als «angespannt». Es ging um Menschenrechtsfragen. Human Rights Watch wirft dem seit mehr als 20 Jahren regierenden Hun Sen und seiner Regierung schwere Menschenrechtsverstösse vor.

SDA/chk

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