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«So würde es keine Vergewaltigungen geben»

Indische Politiker versuchen immer wieder Vergewaltigungen auf absurde Weise zu rechtfertigen. 42 Parlamentarier sind selber wegen Übergriffen angeklagt. Nun droht ihnen der Ausschluss.

Martin Wilhelm
Eine Demonstrantin fordert vor dem Gerichtsgebäude in Delhi die Todesstrafe für die Vergewaltiger. (10. September 2013)
Eine Demonstrantin fordert vor dem Gerichtsgebäude in Delhi die Todesstrafe für die Vergewaltiger. (10. September 2013)
AFP
Schuldig gesprochen: Fotografen vor dem Bus mit den vier Vergewaltigern. (10. September 2013)
Schuldig gesprochen: Fotografen vor dem Bus mit den vier Vergewaltigern. (10. September 2013)
Keystone
In den 100 Tagen seit der Gruppenvergewaltigung hat sich in Indien etwas getan: Mahnwache in Delhi. (29. Dezember 2012)
In den 100 Tagen seit der Gruppenvergewaltigung hat sich in Indien etwas getan: Mahnwache in Delhi. (29. Dezember 2012)
AFP
Fünf Männer sind wegen der Tat angeklagt. Der Hauptangeklagte der Vergewaltiger wird am 11. März 2013 in seiner Zelle in einem Gefängnis in Delhi erhängt aufgefunden: Die Türe zur Zelle des Mannes.
Fünf Männer sind wegen der Tat angeklagt. Der Hauptangeklagte der Vergewaltiger wird am 11. März 2013 in seiner Zelle in einem Gefängnis in Delhi erhängt aufgefunden: Die Türe zur Zelle des Mannes.
AFP
«Nein heisst nein»: Demonstranten boykottieren den indischen Tag der Republik und demonstrieren gegen Vergewaltigungen in Indien. (26. Januar 2013)
«Nein heisst nein»: Demonstranten boykottieren den indischen Tag der Republik und demonstrieren gegen Vergewaltigungen in Indien. (26. Januar 2013)
AFP
Drastische Mittel: Demonstrantinnen halten während einer Kundgebung in Mumbai Messer in die Höhe, welche von der radikalen Partei Shiv Sena verteilt wurden. (23. Januar 2013)
Drastische Mittel: Demonstrantinnen halten während einer Kundgebung in Mumbai Messer in die Höhe, welche von der radikalen Partei Shiv Sena verteilt wurden. (23. Januar 2013)
Reuters
Beten für die verstorbene Studentin: Frauen am Mahatma-Gandhi-Denkmal in Delhi. (2. Januar 2013)
Beten für die verstorbene Studentin: Frauen am Mahatma-Gandhi-Denkmal in Delhi. (2. Januar 2013)
Keystone
Die Proteste haben auch auf andere Länder übergegriffen: Demonstrantin vor dem indischen Konsulat in Hongkong. (1. Januar 2013)
Die Proteste haben auch auf andere Länder übergegriffen: Demonstrantin vor dem indischen Konsulat in Hongkong. (1. Januar 2013)
AFP
Auch Männer sind über die Tat empört und machen sich für einen Wandel stark: Auf dem Plakat des Demonstranten in Delhi steht «Vergewaltigung ist nicht cool». (31. Dezember 2012)
Auch Männer sind über die Tat empört und machen sich für einen Wandel stark: Auf dem Plakat des Demonstranten in Delhi steht «Vergewaltigung ist nicht cool». (31. Dezember 2012)
Reuters
«Möge ihr Schicksal der Weckruf sein, den unser Land braucht. Wir müssen in uns gehen»: Die Bollywood-Schauspielerinnen Shabana Azmi (l.) und Sonali Bendre nehmen an einer Mahnwache in Mumbai teil. (29. Dezember 2012)
«Möge ihr Schicksal der Weckruf sein, den unser Land braucht. Wir müssen in uns gehen»: Die Bollywood-Schauspielerinnen Shabana Azmi (l.) und Sonali Bendre nehmen an einer Mahnwache in Mumbai teil. (29. Dezember 2012)
AFP
Die Wut richtet sich auch gegen die indische Regierung, der vorgeworfen wird, zu wenig für den Schutz der Frauen zu unternehmen: Demonstranten verbrennen in Siliguri eine Puppe, die Premierminister Manmohan Singh darstellen soll. (29. Dezember 2012)
Die Wut richtet sich auch gegen die indische Regierung, der vorgeworfen wird, zu wenig für den Schutz der Frauen zu unternehmen: Demonstranten verbrennen in Siliguri eine Puppe, die Premierminister Manmohan Singh darstellen soll. (29. Dezember 2012)
AFP
Die Rufe nach der Todesstrafe für die Vergewaltiger der 23-jährigen Inderin werden lauter: Demonstration in Delhi. (29. Dezember 2012)
Die Rufe nach der Todesstrafe für die Vergewaltiger der 23-jährigen Inderin werden lauter: Demonstration in Delhi. (29. Dezember 2012)
Reuters
Das Zentrum der Millionenmetropole gleicht einer Festung: Ein Polizist hinter einer Barrikade in Delhi. (29. Dezember 2012)
Das Zentrum der Millionenmetropole gleicht einer Festung: Ein Polizist hinter einer Barrikade in Delhi. (29. Dezember 2012)
Reuters
Ein Zettel informiert über die Schliessung von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. (29. Dezember 2012)
Ein Zettel informiert über die Schliessung von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. (29. Dezember 2012)
AFP
Blutige Krawalle: Polizisten und Verwandte tragen den Leichnam eines getöteten Polizisten zum Krematorium. (25. Dezember 2012)
Blutige Krawalle: Polizisten und Verwandte tragen den Leichnam eines getöteten Polizisten zum Krematorium. (25. Dezember 2012)
Reuters
Die Polizei geht mit grosser Gewalt gegen die Demonstranten vor. (23. Dezember 2012)
Die Polizei geht mit grosser Gewalt gegen die Demonstranten vor. (23. Dezember 2012)
Keystone
In der Folge kommt es zu Protesten: Bei Ausschreitungen greifen Demonstranten die Polizei an. (23. Dezember 2012)
In der Folge kommt es zu Protesten: Bei Ausschreitungen greifen Demonstranten die Polizei an. (23. Dezember 2012)
Keystone
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Seit Tagen klagen Tausende von Inderinnen und Indern die Politik an. Es gelingt ihr nicht, die verbreitete Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Etliche Politiker verharmlosen sogar Vergewaltigungen oder versuchen sie mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen zu rechtfertigen. Doch damit nicht genug: Zahlreiche indische Politiker werden sogar selber der Vergehen gegen Frauen beschuldigt – in einigen Fällen sogar der Vergewaltigung.

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