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Schüsse auf thailändische Studenten

Die politische Krise in Thailand verschärft sich weiter: Gestern Abend fielen vor dem Haus von Ministerpräsident Samak Sundaravej Schüsse auf Studenten.

Von den Schüssen sind zwei Studenten getroffen und dabei leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilt. Sie fordert die Demonstranten gleichzeitig auf, auf weitere Proteste zu verzichten, damit die Lage nicht noch weiter eskaliere.

Anhänger der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PDA) blockieren schon seit fast zwei Wochen Regierungsgebäude in Bangkok, um den Rücktritt von Samak zu erzwingen. Dieser hat inzwischen den Notstand ausgerufen, auf weitere Massnahmen aber bislang verzichtet.

Opposition macht keine Konzessionen

Die thailändische Regierung hat gestern zur Lösung der Krise eine Volksabstimmung vorgeschlagen, einen Rücktritt lehnt Samak kategorisch ab. In dem Referendum werde die Bevölkerung gefragt, ob sie die Aktionen der PDA unterstütze und ob die Regierung zurücktreten solle. Die Opposition wies den Vorschlag aber als politische Spielerei zurück.

Die Anhänger der PDA unterstützen den Militärputsch von 2006, bei dem der damalige Regierungschef Thaksin Shinawatra gestürzt wurde. Dem im Dezember 2007 gewählten Ministerpräsidenten Samak wirft die Protestbewegung vor, von Thaksin gesteuert zu werden. Die Opposition macht zudem die westliche Demokratie dafür verantwortlich, dass die Korruption in Thailand ständig zunimmt.

AP/bru

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