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Raketenangriff auf Religionsschule in Pakistan

Neun Menschen starben in der Schule eines den Taliban nahestehenden Geistlichen, nachdem ein eine vermutlich von US-Einheiten in Afghanistan abgefeuerte Rakete einschlug.

Wenige Stunden vor dem Angriff verabschiedete das Parlament eine Resolution zum Kampf gegen den Terrorismus und forderte mit Blick auf mehrere Angriffe der US-Streitkräfte in der jüngeren Vergangenheit eine eigenständige Aussenpolitik.

Nicht das erste Mal

Die US-Regierung soll für mehr als zehn derartige Angriffe in Pakistan seit August verantwortlich sein. Das Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Hochburg der Taliban, dort wird auch al-Qaida-Anführer Osama Bin Laden vermutet. Die Angriffe sorgen für Unmut bei pakistanischen Abgeordneten, die die Souveränität ihres Landes verletzt sehen.

Die Regierung nannte die nach zweiwöchiger Debatte im Parlament verabschiedete Resolution am Donnerstag einen historischen Moment für Pakistan. Das 14 Punkte umfassende Dokument werde helfen, «das Land von der Plage des Terrorismus zu befreien», sagte Informationsminister Sherry Rehman.

«Unabhängige Aussenpolitik» gefordert

In der Resolution wird eine «unabhängige Aussenpolitik» Islamabads gefordert und in Anspielung auf die mutmasslichen US-Angriffe betont, Pakistan lehne jegliches Eindringen in sein Staatsgebiet ab. Ein Dialog mit den Aufständischen müsse «höchste Priorität haben», allerdings mit den «Elementen», die sich an die Verfassung und die Gesetze halten wollten, heisst es weiter.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sind die USA und Pakistan eigentlich Verbündete im Kampf gegen den Terror. Pakistan wurde jedoch schon oft kritisiert, nicht entschieden genug gegen Extremisten vorzugehen. Die Streitkräfte verfolgen derzeit zwei Offensiven im Nordwesten des Landes, im Swat-Tal und in dem Stammesgebiet von Bajur. Dort sind nach offiziellen Angaben mehr als 1000 Extremisten getötet worden.

AP/cpm

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