Zum Hauptinhalt springen

Peking, wie aus dem Ei gepellt

Schulen werden geschlossen, Heizungen abgeschaltet und Autos verbannt: Für das Treffen wichtiger Staatsführer putzt sich Peking auf absurde Art heraus. Viele ärgert das.

Kai Strittmatter

Geht doch. Peking noch am Mittwochmorgen: eine graue Stadt. Fast zehnmal so viel Feinstaub, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO erlaubt. Aber dann, Peking am Donnerstagmorgen: Sicht bis zu den Westbergen. Bessere Feinstaubwerte als Bern. Tiefblauer Himmel. Nein, urteilen sie staunend im Netz, kein Preussischblau, kein Heidelbeerblau – tiefstes, wundersamstes «Apec-Blau»!

Apec ist Schuld, das Treffen der Staatsführer der wichtigsten asiatischen Staaten und Pazifikanrainer in Peking. Freitag und Samstag treffen sich die Minister, am Montag die Chefs, auch US-Präsident Barack Obama kommt. China will glänzen. Peking soll leuchten. Jenes Peking, das den Oktober über im Smog versank, wo tollkühne Teilnehmer des Stadtmarathons mit Atemschutzmasken antraten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen