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Nordkorea weist Südkoreaner aus

Der Streit zwischen Nord- und Südkorea wegen der Todesschüsse auf eine südkoreanische Touristin in Nordkorea verschärft sich.

Am Wochenende reisten drei von elf südkoreanischen Beschäftigten in einem Erholungsgebiet am nordkoreanischen Kumgang-Gebirge zurück. Das kommunistische Nachbarland hatte die Südkoreaner zuvor zum Verlassen des Landes aufgefordert. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul müssen die übrigen acht bis zu diesem Montag Nordkorea verlassen.

Bis zum Sonntag befanden sich demnach noch 146 Südkoreaner in dem Feriengebiet an der Ostküste. Nordkorea hatte angekündigt, zunächst die am Kumgang-Gebirge noch stationierten zwei Mitarbeiter der staatlichen südkoreanischen Tourismus-Organisation des Landes zu verweisen.

Beamte werden ausgewiesen

Zudem sollten alle neun Südkoreaner ausreisen, die an einem neu gebauten Zentrum für Begegnungen zwischen getrennten Familien aus beiden Ländern gearbeitet hatten. Die Ausgewiesenen sind südkoeranische Regierungsbeamte.

Südkorea hatte die Reisen in das Gebirge an der Ostküste nach dem Tod der Südkoreanerin ausgesetzt. Die 53-jährige Hausfrau war dort vor einem Monat von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen worden.

Nach offiziellen Angaben war sie in ein Sperrgebiet in der Nähe der Hotelanlage eingedrungen und trotz Warnsignalen nicht stehengeblieben. Südkorea bezweifelt die Schilderungen Nordkoreas zum Hergang des Vorfalls. Südkoreas Forderung nach gemeinsamen Ermittlungen hat Nordkorea zurückgewiesen.

Vorzeige-Projekt vor Abbruch?

Das seit zehn Jahren betriebene Kumgang-Tour-Projekt gilt als eines der sichtbarsten Symbole der innerkoreanischen Aussöhnungsbemühungen. Die Reisen in den sonst weitgehend abgeschotteten Norden der geteilten koreanischen Halbinsel werden vom südkoreanischen Unternehmen Hyundai Asan organisiert.

Am Sonntag kündigte die Regierung in Pjöngjang ausserdem an, dass der Grenzverkehr zum Kumgang eingeschränkt und streng kontrolliert werde. Südkorea bedauerte den Entscheid und forderte den Norden auf, eine Ausweitung der Spannungen zu verhindern und «die Angelegenheit schnell zu klären».

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