Zum Hauptinhalt springen

Nordkorea warnt vor «nuklearem Holocaust»

Nordkorea hat in einer Neujahrsbotschaft vor einem Krieg gewarnt. Doch zugleich sandte die Führung Signale der Entspannung an den Süden.

Angespannte Weihnachten: Südkoreanische Soldaten am 24. Dezember nahe des Grenzortes Panmunjom.
Angespannte Weihnachten: Südkoreanische Soldaten am 24. Dezember nahe des Grenzortes Panmunjom.
Keystone

Rund fünf Wochen nach dem tödlichen Artillerieangriff auf eine südkoreanische Insel hiess es in der Mitteilung vom Samstag: «Die Gefahr eines Krieges sollte beseitigt und der Frieden gesichert werden.» Die Truppen des Nordens würden sich aber weiter für eine militärische Konfrontation rüsten. «Wenn in diesem Land Krieg ausbricht, wird er nichts ausser einem nuklearen Holocaust bringen», hiess es in der Neujahrsbotschaft, die in den nordkoreanischen Staatsmedien verbreitete wurde. Die nordkoreanischen Truppen seien zu «prompten, erbarmungslosen und vernichtenden» Einsätzen gegen Feinde bereit.

Seit dem Angriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, sind die Beziehungen zwischen Pyongyang und Seoul extrem gespannt. Südkorea reagierte mit mehreren Militärübungen auf den Zwischenfall.

UNO will im Konflikt vermitteln

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon kündigte am Samstag an, die Vereinten Nationen wollten die Verbesserung der Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea unterstützen. Ban telefonierte mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak und erklärte, die Vereinten Nationen wollten engen Kontakt zu Seoul halten, wie Lees Büro erklärte. Ban war früher südkoreanischer Aussenminister.

Experte: Eine Botschaft an die USA

Der Nordkorea-Experte Kim Yong Hyun von der Universität Dongguk in Seoul sagte, die Botschaft aus Nordkorea zeige, dass das Regime in Pyongyang wieder an den internationalen Abrüstungsverhandlungen teilnehmen wolle. Er verwies darauf, dass in der Botschaft die Vereinigten Staaten nicht kritisiert würden, was sonst häufig der Fall ist.

In dem Text hiess es ausserdem, Nordkorea strebe kooperative Beziehungen zu freundlich gesinnten Ländern an. Kim sagte, diese Bemerkung sei direkt an Washington gerichtet. Die Sechsländergespräche über das nordkoreanische Atomprogramm liegen seit fast zwei Jahren auf Eis.

dapd/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch