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Nordkorea feuert drei Raketen ab

Das nordkoreanische Militär hat gemäss südkoreanischen Angaben an der Ostküste des Landes drei Raketen gestartet. Dabei soll es sich um Kurzstreckenraketen gehandelt haben.

Misstrauischer Blick gen Norden: In Seoul schaut sich ein Südkoreaner die Nachrichten über den Raketenstart in Nordkorea an. (18. Mai 2013)
Misstrauischer Blick gen Norden: In Seoul schaut sich ein Südkoreaner die Nachrichten über den Raketenstart in Nordkorea an. (18. Mai 2013)
Keystone

Nach wochenlanger Testpause hat Nordkoreas Militär offenbar am Samstag wieder Raketen an der Ostküste in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Es habe sich vermutlich um drei Lenkraketen von kurzer Reichweite gehandelt, die ins Meer gefallen seien.

Der Hintergrund für die Starts, von denen zwei am Morgen und einer am Nachmittag (Ortszeit) erfolgten, sei unklar, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums in Seoul.

Antischiffs- oder Boden-Boden-Raketen

Die Abschüsse könnten Teil von Militärübungen oder einzelne Tests gewesen sein, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsbeamte. Anhand der Analyse der Flugbahnen seien es offenbar keine Mittelstreckenraketen gewesen. Es könnten Anti-Schiffsraketen oder auch Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von etwa 120 Kilometern gewesen sein.

Das Militär im kommunistischen Nordkorea testet regelmässig solche Raketen. Zuletzt waren Mitte März von Südkorea die Tests von zwei nordkoreanischen Raketen mit kurzer Reichweite registriert worden.

Keine ernsthafte Bedrohung

Die jüngsten Raketenstarts erfolgten zu einer Zeit, in der es neue Hoffnungen auf Entspannungsgespräche im Konflikt um die umstrittenen nordkoreanischen Raketen- und Atomprogramme gibt.

Man gehe nicht davon aus, dass die jüngsten Raketenstarts eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung darstellten, zitierte Yonhap eine Sprecherin des Präsidialamts in Seoul. Die Situation werde jedoch sehr genau beobachtet. Man sei gegen mögliche Provokationen gewappnet.

Die Lage in der Region gilt seit dem nordkoreanischen Atomtest im Februar als sehr angespannt. Pyongyang hatte angesichts der Ausweitung von UNO-Sanktionen und gemeinsamer Militärübungen der USA und Südkoreas mehrfach Kriegsdrohungen gegen die beiden Länder ausgestossen.

In den vergangenen Wochen war die Kriegsrhetorik jedoch merklich abgeflaut. Nach US-Angaben hatte Nordkorea zuletzt zwei zuvor startklar gemachte Mittelstreckenraketen von ihren mobilen Abschussrampen an der Ostküste wieder abgezogen.

SDA/kpn

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