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Neuer US-Angriff verärgert Pakistan

Gestern besuchte US-Generalstabschef Michael Mullen Pakistan, um die Wogen zu glätten. Heute hat die US-Armee erneut Ziele im Westen des Landes angegriffen.

«Wir waren nicht informiert», sagte der pakistanische Aussenminister Shah Mahmood Qureshi zur jüngsten Militär-Operation. In US-Medienberichten hiess es dagegen unter Berufung auf Mitarbeiter der US-Regierung, das Pentagon habe die pakistanischen Behörden vorab über den neuen Luftangriff informiert.

Bei dem Luftangriff auf ein Munitionslager in der halbautonomen Stammesregion Waziristan in der Nacht wurden angeblich sechs Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich Mullen noch mit dem pakistanischen Premierminister Yousaf Raza Gillani und mit Armeechef Ashfaq Parvez Kayani getroffen. Dabei bekräftigte er die Verpflichtung der USA, die pakistanische Souveränität zu respektieren.

US-Angriffe auf Ziele in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan hatten in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Die schwer zugängliche Region gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und der mit ihnen verbündeten Al-Qaida-Terroristen.

Islamabad werde keine ausländischen Truppen auf seinem Territorium dulden, sagte Qureshi weiter. Der Kampf gegen den Terror sei «Pakistans eigener Krieg». Anfang August hat die pakistanische Armee im Nordwesten des Landes eine Grossoffensive gegen islamistische Kämpfer gestartet. Dabei wurden nach Armeeangaben bislang rund 800 Rebellen getötet.

SDA

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