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«China hat über die hoch angesehene Schweiz gelacht»

Der chinesische Dissident Ai Weiwei hält die Schweiz im Umgang mit der Volksrepublik für naiv. Ueli Maurer habe einen grossen Fehler gemacht.

«China ist ein Mafia-Staat, die Ideologie spielt keine grosse Rolle. Die persönlichen Beziehungen sind viel wichtiger»: Künstler Ai Weiwei. Foto: Urs Jaudas
«China ist ein Mafia-Staat, die Ideologie spielt keine grosse Rolle. Die persönlichen Beziehungen sind viel wichtiger»: Künstler Ai Weiwei. Foto: Urs Jaudas

In Hongkong ist es dieses Jahr zu heftigen Protesten gekommen. Vor allem Junge wehren sich gegen eine stärkere Anbindung an China. Werden sie Erfolg haben?

Das hängt davon ab, wie man Erfolg definiert. Die Demonstranten haben bereits viel gewonnen. Es braucht aber einen langen Atem, um wirklich etwas zu verändern. Wir leben in einer Zeit mit vielen Problemen. Die Globalisierung brachte enorme Fortschritte, zum Beispiel was die Wissenschaft betrifft. Bei den Menschenrechten, der Redefreiheit und der Menschlichkeit generell sehe ich allerdings Rückschritte. Die jungen Leute in Hongkong versuchen, ­zentrale Werte zu bewahren. Sie kämpfen nicht für tiefere Benzinpreise, bezahlbare Wohnungen oder gute Jobs. Sie wollen die Freiheit schützen.

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