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Mehrere Tote bei Auseinandersetzungen in Kirgisien

In Osch, der Hochburg von Ex-Präsident Bakijew im zentralasiatischen Kirgisien, ist es erneut zu schweren Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten gekommen.

In der Hochburg von Bakijew kam es zu schweren Auseinandersetzungen: Militärfahrzeuge auf den Strassen von Osch.
In der Hochburg von Bakijew kam es zu schweren Auseinandersetzungen: Militärfahrzeuge auf den Strassen von Osch.

Bei den nächtlichen Auseinandersetzungen sind mindestens 14 Menschen getötet und 140 verletzt worden, sagte ein Sprecher der Übergangsregierung am Freitag im nationalen Radio. Es werde mit einer noch höheren Opferzahl gerechnet.

Die Übergangsregierung verhängte den Ausnahmezustand sowie eine nächtliche Ausgangssperre über Osch. Beides soll mindestens bis zum 20. Juni gelten.

«Ungeachtet des Ausnahmezustands wird in der Stadt immer noch geschossen», sagte der Sprecher im Radio. «Die vor Ort geschickten Polizisten entdecken immer mehr Leichen.» Die Ausschreitungen seien ethnisch motiviert.

Auseinandersetzung zwischen Usbeken und Kirgisen

Nach Berichten von Augenzeugen waren Feindseligkeiten zwischen Usbeken und Kirgisen Auslöser der Unruhen. Auch in anderen Städten im Süden des Landes kam es dem Regierungssprecher zufolge zu Ausschreitungen zwischen Gruppen von Jugendlichen.

Bakijew war Anfang April gestürzt worden, dabei kamen 87 Menschen ums Leben. Bakijew floh ins Exil nach Weissrussland, die Übergangsregierung vermutet ihn inzwischen in der Türkei.

Die Chefin der bei dem blutigen Umsturz an die Macht gekommenen Übergangsregierung, Rosa Otunbajewa, will nun neue Präsidentin des Landes werden. Die Lage in der verarmten ehemaligen Sowjetrepublik ist seit dem Umsturz sehr angespannt. Immer wieder kommt es zu ethnisch motivierten Zusammenstössen zwischen Usbeken und Kirgisen.

SDA/mt

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