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Kritikerin nennt Duterte «Serienkiller» – jetzt sitzt sie in Haft

In den Philippinen ist eine Gegnerin der harten Anti-Drogen-Politik von Präsident Duterte festgenommen worden – angeblich wegen Drogenhandels. Die Senatorin beteuert ihre Unschuld.

Sie werde sich «all diesen Vorwürfen stellen»: Senatorin und Duterte-Gegnerin Leila De Lima wartet an einer Pressekonferenz des Senats in Pasay City, Philippinen. (23. Februar 2017
Sie werde sich «all diesen Vorwürfen stellen»: Senatorin und Duterte-Gegnerin Leila De Lima wartet an einer Pressekonferenz des Senats in Pasay City, Philippinen. (23. Februar 2017
EPA/RENE LUMAWAG/PRIB, Keystone
Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, will Kriminelle exekutieren lassen.
Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, will Kriminelle exekutieren lassen.
Keystone
In Manila protestierten Studenten gegen die blutige Selbstjustiz. Duterte hält jedoch an seiner umstrittenen Strategie fest.
In Manila protestierten Studenten gegen die blutige Selbstjustiz. Duterte hält jedoch an seiner umstrittenen Strategie fest.
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Die philippinische Senatorin und erklärte Duterte-Gegnerin Leila de Lima ist am Freitag verhaftet worden. Die 57-Jährige wurde nach einer Nachtwache im Senat in Manila festgenommen, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Kurz vor ihrer Verhaftung sagte de Lima, dass sie unschuldig sei und kritisierte die «Repression» im Land unter Staatschef Rodrigo Duterte.

Der Senatorin droht ein Verfahren wegen angeblichen Drogenhandels. Gegen die Politikerin wurde am Donnerstag Haftbefehl erlassen. Ihr wird vorgeworfen, als Justizministerin unter Ex-Präsident Benigno Aquino in einen Drogenhändlerring verwickelt gewesen zu sein.

Lebenslange Haftstrafe droht

De Leila ist eine entschiedene Gegnerin von Staatschef Duterte und dessen Anti-Drogen-Politik, daher geht ihr Umfeld davon aus, dass sie mit erfundenen Vorwürfen zum Schweigen gebracht werden soll. Nach Bekanntwerden des Haftbefehls hatte sie angekündigt, nicht «zu fliehen oder mich zu verstecken». Sie werde sich «all diesen Vorwürfen stellen», sagte de Lima im Senat.

Bei einem Schuldspruch droht der Senatorin und früheren Ministerin eine lebenslange Haftstrafe. De Lima und ihre Unterstützer weisen die Vorwürfe zurück und halten sie für fabriziert und politisch motiviert.

Duterte sei regierungsunfähig

De Lima hatte Duterte am Dienstag als «Mörder» und «soziopathischen Serienkiller» bezeichnet. Das Kabinett müsse ihn für nicht regierungsfähig erklären, sagte sie. Zudem forderte sie alle Philippiner auf, ihre Unzufriedenheit mit dem Präsidenten zu artikulieren.

Der Staatschef sorgt wegen seines harschen Vorgehens gegen Drogenkriminelle immer wieder für Entsetzen und brüstete sich bereits selbst mit Morden. Duterte ist allerdings bei vielen Philippinern als selbsterklärter Kämpfer gegen Drogen und Korruption beliebt.

AFP/foa

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