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Japans Ministerpräsident kritisiert China

Der Einsatz eines Feuerleitradars sei «ein einseitiges, provokatives Vorgehen» Chinas gewesen, sagte der japanische Premier Shinzo Abe. Der Inselstreit zwischen den zwei Staaten spitzt sich zu.

Wurde von China ins Visier genommen: Japanisches Küstenwachschiff. (Archivbild)
Wurde von China ins Visier genommen: Japanisches Küstenwachschiff. (Archivbild)
Reuters

Der Streit zwischen Japan und China um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer verschärft sich weiter. Die Regierung in Tokio kritisierte in scharfer Form den Einsatz eines Feuerleitradars gegen ein japanisches Küstenwachschiff.

«Das war ein einseitiges, provokatives Vorgehen und äusserst bedauerlich», sagte Ministerpräsident Shinzo Abe nach Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Laut Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Tokio vom Vortag hatte ein chinesisches Kriegsschiff am 31. Januar nahe der umstrittenen Inselgruppe das japanische Schiff ins Visier genommen.

Der Einsatz des Feuerleitradars durch die Chinesen sei «gefährlich» und hätte zu einem Zwischenfall führen können, sagte Abe. «Ich fordere von China energisch Zurückhaltung, damit die Lage nicht unnötig eskaliert.» Beide Länder sollten zum Prinzip einer «strategischen Beziehung von gegenseitigem Nutzen» zurückkehren.

Kyodo zitierte unterdessen einen Regierungsbeamten in Tokio mit den Worten, Japan sollte die USA in dem Inselstreit einschalten. Sowohl Japan als auch China erheben Anspruch auf die umstrittene Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird.

Die Gegend gilt als fischreich, ausserdem werden im Meeresboden Rohstoffe vermutet. Im vergangenen Jahr hatte Japans Kauf einiger der Inseln von privaten Eigentümern Proteste in China ausgelöst. Auch Taiwan beansprucht die Inseln für sich.

SDA/chk

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