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Im Norden Pakistans beginnt der Wiederaufbau

Im von Hochwasser verwüsteten Pakistan beginnt das Deza mit dem Wiederaufbau im Norden des Lands. Im Süden kann weiterhin nur Nothilfe geleistet werden.

Das Deza setzt auf bewährte Partnerschaften in Pakistan: Deza-Projekt zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2006 – in der Bildmitte Micheline Calmy-Rey bei einem Besuch.
Das Deza setzt auf bewährte Partnerschaften in Pakistan: Deza-Projekt zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2006 – in der Bildmitte Micheline Calmy-Rey bei einem Besuch.
Keystone

Im weiterhin überfluteten Süden ist die Nothilfe im Gang. Das sagt Toni Frisch, Vizedirektor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), der derzeit vor Ort ist.

Frisch besuchte zunächst Peshawar und Islamabad im Norden des Landes, dann reiste er nach Karachi und im Helikopter nach Hyderabad. Wie er ein einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA am Montag erklärte, sind derzeit 20 Deza-Fachleute im Land.

Im Norden sei das Wasser gesunken. Dort habe die Schweiz bereits Tausende von Menschen mit Unterkunftsmaterial beliefert. Erste Abklärungen für den Wiederaufbau seien angelaufen. Wichtig hierbei sei die Prävention, so dass etwa ein Schulhaus nicht mehr am selben Ort aufgebaut werde, an dem es weggespült wurde.

Hochwasser spült alles weg

Eine Hochwasserkatastrophe unterscheide sich vor dem Wiederaufbau völlig von der Lage nach einem Erdbeben. Nach Erdbeben seien Trümmer vorhanden, welche zum Wiederaufbau dienen könnten. Ein Hochwasser hingegen spüle alles weg.

Im Süden halten die Überflutungen gemäss Frisch an. Bei einem Helikopterflug habe er riesige Wasserflächen gesehen. Dort laufe die Nothilfe mit dem Bau von Zelten und die enorm wichtige Versorgung mit Trinkwasser. Derzeit werde mit Schweizer Hilfe ein Lager für 5000 Personen errichtet. Wasserreservoirs mit einem Volumen von 150 Kubikmeter seien in Betrieb oder im Bau.

Deza setzt auf bewährte Partner

Die Aussage des pakistanischen Ministerpräsidenten Yusuf Raza Gilani, wonach Hilfsgelder der Regierung des Landes überwiesen werden sollten anstatt an private Hilfswerke, beeinflusst die Haltung der Schweiz nicht. Gilani hatte behauptet, 80 Prozent der Hilfe erreiche die Bedürftigen nicht.

Bei ihren Aktivitäten vor Ort arbeitet die Deza mit bewährten internationalen, schweizerischen und lokalen Organisationen zusammen, wie Frisch erklärte. Es gebe keine Ursache, daran etwas zu ändern.

Jeder Franken aus Bern kommt an den richtigen Ort, versicherte Frisch. Auch die Glückskette verfolge den Mittelfluss genauestens. Jedes von der Glückskette unterstützte Projekt werde von einem Komitee in Genf geprüft und genehmigt.

Immense Herausforderung für Pakistan

Das aktuelle Vorgehen sei gut eingespielt, erklärte Frisch. Galanis Aussage finde vielleicht im Ausland mehr Beachtung. Seiner Erfahrung nach liege der Fehler oft bei unerfahreneren Hilfswerken selbst, wenn ihre Gelder in falsche Hände gerieten.

Das zu einem Fünftel überschwemmte Pakistan und die 17 Millionen von der Jahrhundertkatastrophe betroffenen Menschen sieht Frisch vor einer immensen Herausforderung. Am härtesten treffen Katastrophen immer die Ärmsten, rief Frisch in Erinnerung.

SDA/mt

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