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Fukushima-Betreiber Tepco braucht Geld

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat staatliche Hilfe beantragt. Damit sollen vor allem die von der AKW-Katastrophe Betroffenen entschädigt werden.

Steht unter grossem medialen Druck: Masataka Shimizu, Präsident von Tepco.
Steht unter grossem medialen Druck: Masataka Shimizu, Präsident von Tepco.
Keystone

Der Energiekonzern Tepco brauche die Unterstützung, um die von dem Unfall Betroffenen zügig zu entschädigen, erklärte Masataka Shimizu, Präsident von Tokyo Electric Power (Tepco). Nach einem Treffen mit Regierungsvertretern gab Shimizu heute bekannt, dass die Kassen des Konzerns leer sind.

Handelsminister Banri Kaieda ermahnte den Konzern, die vom Staat erbetene Summe so klein wie möglich zu halten. Er habe Tepco zudem aufgefordert, die Kosten der Katastrophe nicht über eine Erhöhung der Strompreise wieder hereinzuholen.

8,75 Milliarden Euro für Öl-Kraftwerke

«Es ist extrem schwierig, Mittel zu besorgen», heisst es in der Stellungnahme, mit der Shimizu den Antrag auf Staatshilfe begründete. Tepco muss demnach allein rund 8,75 Milliarden Euro aufbringen, um die ausgefallene Stromproduktion in Fukushima über Öl-Kraftwerke aufzufangen.

Die Anlage in Fukushima steht seit Mitte März still. In mehreren Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze, ein weites Gebiet rund um den Betrieb wurde zur Sperrzone erklärt. Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause.

SDA/pbe

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