Zum Hauptinhalt springen

Ex-Präsident erkauft Haftmilderung mit Geld aus der Schweiz

Die Haftstrafe für Ex-Präsident Chen Shui-bian wurde verkürzt, nachdem seine Familie einen Teil der unterschlagenen Gelder aus der Schweiz zurück transferiert hatte.

Erhält doch nicht lebenslänglich: Chen Shui-bian beim Verlassen des Gerichts.
Erhält doch nicht lebenslänglich: Chen Shui-bian beim Verlassen des Gerichts.

Zudem sei auch die ursprünglich ebenfalls lebenslange Strafe für Chens Frau Wu Shu-chen auf 20 Jahre verkürzt worden. Dies teilte der zuständige Richter am Freitag in Taipeh mit. Beide Angeklagten waren im vergangenen Jahr wegen Korruption verurteilt worden.

Chen war wegen Veruntreuung, Geldwäscherei und Dokumentenfälschung zu lebenslanger Haft und einer Geldstrafe von rund 200 Millionen taiwanesischen Dollar (7 Millionen Franken) verurteilt worden. Nach taiwanischem Recht werden Urteile zu lebenslanger Haft automatisch vor dem Obersten Gerichtshof in Berufung verhandelt.

Die dabei nun erfolgte Strafreduzierung begründete Richter Teng Chen-chiu damit, dass das Oberste Gericht die von Chen veruntreute Summe geringer ansetzte als das vorherige Gericht. Genauere Ausführungen machte der Richter dazu aber nicht. Das taiwanesische Fernsehen berichtete, die Strafminderung sei erfolgt, nachdem die Familie einen Teil der unterschlagenen Gelder aus der Schweiz zurück transferiert habe.

SDA/mt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch