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Der Satellit von Kim Jong-un hängt schief

Während Nordkorea den neuen Wettersatelliten frenetisch feiert, zweifeln amerikanische Astrophysiker, dass er überhaupt funktioniert. Zudem sei er nicht richtig ausgerichtet.

Sendet keine oder nur schwache Signale aus: Der neue Wettersatellit von Nordkorea. (12. Dezember 2012)
Sendet keine oder nur schwache Signale aus: Der neue Wettersatellit von Nordkorea. (12. Dezember 2012)
AFP

Der von Nordkorea per Trägerrakete ins All beförderte Satellit scheint Beobachtungen von Astrophysikern zufolge nicht zu funktionieren. Der Satellit sende keinerlei Signale aus, sagte Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik.

«Unseres Wissens funktioniert er nicht», sagte der Astrophysiker gestern. Eine mögliche Erklärung sei, dass der am Mittwoch ins All beförderte Satellit zu schwache Signale aussende.

Es sei unklar, ob der Satellit nach seinem Start möglicherweise noch funktioniert habe, sagte McDowell weiter. Der Satellit befinde sich aber definitiv im All. Die Helligkeit des Satelliten schwanke jedoch, was bedeute, dass die Sonne aus verschiedenen Winkeln scheine und der Satellit nicht richtig ausgerichtet sein könnte.

Nordkorea hatte am Mittwoch erfolgreich eine Trägerrakete für Satelliten namens Unha-3 abgefeuert und den zivilen Charakter des Projekts betont. Der Westen vermutet hinter dem Start dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Mehrere Nationen hatten das Land vorab aufgefordert, auf das Vorhaben zu verzichten.

SDA/chk

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