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Das Ende der chinesischen Bierseligkeit

Nirgendwo wird mehr Bier getrunken als in China. Doch nun ist der Konsum das erste Mal seit 25 Jahren eingebrochen. Schuld soll auch der immer beliebtere Rotwein sein.

Bier war in China auch schon mal beliebter als heute. Foto: Wu Hong (Keystone)
Bier war in China auch schon mal beliebter als heute. Foto: Wu Hong (Keystone)

Chinas vornehmster Beitrag zur globalen Trinkkultur ist und bleibt der Tee, vornehmlich «grün», also in unfermentiertem Zustand. Chinas legendärste Alkoholika gehören zur Familie des «baijiu», das ist ein meist aus Reis oder Hirse gebrannter Schnaps, der von Geschäftspartnern bei den in China üblichen Banketten strategisch eingesetzt wird – ein Brauch, der eigentlich als chemische Kriegsführung geächtet werden müsste. Im Schatten von Tee und Reisschnaps hat sich in den letzten Jahrzehnten relativ unbemerkt ein anderer Stoff in die Herzen der Chinesen geschlichen: Bier. China ist längst die grösste Biernation der Welt: Nirgendwo wird mehr produziert, nirgendwo wird mehr getrunken. Hier darf man auch schon einmal Zeuge werden, wie eine bekannte Modedesignerin ein Grosses in einem Zug leert.

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