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«Daran haben die Amerikaner keine Freude»

Wie wurde China zum fünftgrössten Waffenexporteur der Welt? Und was bedeutet das für den Gegenspieler USA? Der Politologe Dieter Ruloff analysiert die neusten Zahlen zum weltweiten Rüstungsmarkt.

«Ein Schuss ins eigene Bein»: Politikwissenschaftler Ruloff geht nicht davon aus, dass es in Asien bald zu einem militärischen Konflikt kommt – im Bild ein chinesischer Soldat während eines Armeetrainings in Tianjin. (Archivbild)
«Ein Schuss ins eigene Bein»: Politikwissenschaftler Ruloff geht nicht davon aus, dass es in Asien bald zu einem militärischen Konflikt kommt – im Bild ein chinesischer Soldat während eines Armeetrainings in Tianjin. (Archivbild)
Reuters

Die neuste Studie des Stockholmer Friedensinstituts Sipri zeigt: China konnte seine Rüstungsexporte in den letzten sechs Jahren um 162 Prozent steigern und rangiert neu auf Platz fünf der grössten Waffenexporteure. 55 Prozent der chinesischen Waffen wurden nach Pakistan geliefert. Was lesen Sie aus diesen Zahlen ab? Darin spiegeln sich vor allem die Folgen des Zerwürfnisses zwischen den USA und Pakistan über den Krieg gegen die Taliban: Der Tod von Osama bin Laden, die schwierige Jagd nach Terroristen auf pakistanischem Gebiet und die damit verbundene Tötung von Zivilisten haben die Beziehungen zwischen den Ländern einfrieren lassen, auch in Sachen Waffengeschäfte. Während die Pakistaner zuvor die meisten ihrer Waffen von US-Lieferanten bezogen, haben sie in China nun einen neuen bevorzugten Handelspartner gefunden. Für Peking ist das wiederum eine Gelegenheit, im indischen Subkontinent als Waffenlieferant Fuss zu fassen – eine Win-win-Situation.

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