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Cyberalarm in Südkorea

Die Regierung in Seoul meldet einen «Cyberangriff unbekannter Hacker». Mehrere amtliche Websites sind betroffen.

Muss sich schon wieder um Hackerangriffe kümmern: Das Cyber Terror Response Center in Seoul. (Archivbild)
Muss sich schon wieder um Hackerangriffe kümmern: Das Cyber Terror Response Center in Seoul. (Archivbild)
Reuters

Unbekannte haben mit einem Cyberangriff die Internetseiten der Regierung und mehrerer Medien in Südkorea lahmgelegt. Mehrere amtliche Seiten seien gehackt worden, darunter die des Präsidialamts in Seoul, teilte das Wissenschaftsministerium mit.

Die Regierung rief die Alarmstufe zwei auf der fünf Stufen umfassenden Skala für Cyberattacken aus. In der Erklärung war von «nicht identifizierten Hackern» die Rede.

Lobpreisungen Kims

In mehreren Botschaften, die heute auf den betroffenen Internetseiten erschienen, wurde die internationale Cyberaktivistengruppe Anonymous als Urheber genannt. Zugleich wurde Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gepriesen.

Anonymous bestritt über sein offizielles Konto beim Onlinekurzbotschaftendienst Twitter, hinter der Attacke auf die südkoreanischen Seiten zu stecken. Allerdings habe das Netzwerk erfolgreich mehrere nordkoreanische Seiten gehackt, darunter die der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Gegenseitige Vorwürfe

In der jüngeren Vergangenheit hatten die Spuren bei mehreren gross angelegten Angriffen auf die Seiten von südkoreanischen Medien und Finanzinstitutionen stets nach Nordkorea gewiesen. Zuletzt hatte die südkoreanische Regierung der Führung in Nordkorea vorgeworfen, im März mit einer Internetattacke Zehntausende von Computern und Servern bei südkoreanischen Sendern und Banken lahmgelegt zu haben.

Eine vorläufige Untersuchung, die im April veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass eine vom Militär betriebene Spionageeinrichtung Urheber des Angriffs war. Umgekehrt hat auch Nordkorea sein Nachbarland bezichtigt, Cyberangriffe ausgeführt zu haben.

Nach den massiven Spannungen in der Region besonders im März und April hatte Nordkorea zuletzt signalisiert, dass es wieder zu einer diplomatischen Annäherung bereit sei.

AFP/sda/chk/wid/rub

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