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Chinesische Polizei verhaftet Journalisten

In mehreren chinesischen Städten sind zahlreiche Menschen dem Aufruf zu Jasmin-Protesten gefolgt. Die Polizei griff hart durch. Auch Journalisten wurden festgenommen.

Keine Toleranz: Die Polizei kontrolliert am 27. Februar einen ausländischen Journalisten.
Keine Toleranz: Die Polizei kontrolliert am 27. Februar einen ausländischen Journalisten.
Keystone

Bei einem erneuten massiven Polizeieinsatz gegen Proteste in mehreren chinesischen Städten sind am Sonntag in Shanghai mehr als ein Dutzend Journalisten festgenommen worden. Unter den Festgenommenen war auch der China-Korrespondent des deutschen Magazins «Stern», Janis Vouioukas.

Zusammen mit einem spanischen Journalisten und einem Dutzend anderen, meist japanischen Kollegen wurden sie auf eine vorübergehend eingerichtete Polizeistation in der Nähe gebracht, wie Vougioukas telefonisch der Nachrichtenagentur dpa berichtete. In der Hafenstadt waren nach seinen Schätzungen rund hundert Menschen dem Aufruf unbekannter Organisationen zu «Jasmin-Protesten» am Peace Cinema gefolgt.

Verschärfte Regeln in Peking

Inzwischen wurden die Auflagen für ausländische Journalisten in Peking verschärft. Reporter müssten nun für jegliche Recherche im Stadtzentrum eine Genehmigung der Regierung einholen, sagte der Vizedirektor der städtischen Behörde für auswärtige Angelegenheiten, Li Honghai, am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Li sagte, die Anordnung sei lediglich die Interpretation eines Erlasses des chinesischen Staatsrats aus dem Jahr 2008.

SDA/ dapd/jak

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