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Chinas Opposition ruft zu «Nachmittagsspaziergängen» auf

Nach der Verhinderung geplanter Proteste in China planen die Organisatoren erneut Proteste. Im Internet wird dazu aufgerufen, sich an festen Orten zu einem «Nachmittagsspaziergang» zu versammeln.

Unruhe in Peking: Journalisten und Schaulustige in der Innenstadt. (20. Februar 2011)
Unruhe in Peking: Journalisten und Schaulustige in der Innenstadt. (20. Februar 2011)
Keystone
Medienberichte unerwünscht: Während ein Unbekannter (3.v.l.) abgeführt wird, versucht ein Polizist, die Presse abzuwehren. (20. Februar 2011)
Medienberichte unerwünscht: Während ein Unbekannter (3.v.l.) abgeführt wird, versucht ein Polizist, die Presse abzuwehren. (20. Februar 2011)
Keystone
Mit einem Grossaufgebot vor Ort: Die Polizei markiert in Peking Präsenz und reagiert sofort auf neue Demonstrationen. (20. Februar 2011)
Mit einem Grossaufgebot vor Ort: Die Polizei markiert in Peking Präsenz und reagiert sofort auf neue Demonstrationen. (20. Februar 2011)
Keystone
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Mit den «Nachmittagsspaziergängen» wollen die Oppositionellen der Regierung zeigen, dass die Menschen Verantwortlichkeit und Transparenz erwarteten, die im gegenwärtigen Ein-Parteien-System nicht existierten. «Wir laden jeden Teilnehmer ein, vorbeizuspazieren, zuzuschauen oder nur vorzugeben, vorbeizugehen», hiess es in der am Dienstag auf der Website Boxun veröffentlichten Erklärung.

«Solange ihr präsent seid, wird die autoritäre Regierung vor Angst zittern.» Die unbekannten Organisatoren riefen ausserdem die Behörden auf, die im Vorfeld der geplanten Proteste in 13 Städten am vergangenen Wochenende festgenommenen Aktivisten freizulassen. Diese befanden sich offenbar am Mittwoch immer noch in Haft.

Machtdemonstration des Regimes

Die chinesischen Sicherheitskräfte hatten die Proteste am Wochenende mit einer Demonstration der Stärke im Keim erstickt. Die Polizei erhöhte ihre Präsenz auf den Strassen, nahm einige Aktivisten fest und zensierte Aufrufe zu einer «Jasmin-Revolution» im Internet.

Der Volksaufstand in Tunesien, der am 14. Januar zur Flucht des damaligen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali führte, wird inzwischen als Jasmin-Revolution bezeichnet. Die Proteste haben mittlerweile auf zahlreiche andere arabische Länder übergriffen.

SDA/pbe

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