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China will keinen Krieg in Korea

Peking schaltet sich in den schwelenden Konflikt auf der koreanischen Halbinsel ein – in gewohnt zurückhaltender, aber bestimmter Tonlage.

Asiens Dreiergipfel für eine friedliche Zukunft auf der koreanischen Halbinsel: Yukio Hatoyama, Lee Myung Bak und Wen Jiabao trafen sich in Südkorea.
Asiens Dreiergipfel für eine friedliche Zukunft auf der koreanischen Halbinsel: Yukio Hatoyama, Lee Myung Bak und Wen Jiabao trafen sich in Südkorea.
Keystone

Es sei «dringend» notwendig, Zusammenstösse zu vermeiden und Spannungen zu mildern, sagte Chinas Regierungschef Wen Jiabao am Sonntag. Wen hatte sich zuvor mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak und dem japanischen Ministerpräsidenten Yukio Hatoyama im südkoreanischen Seogwipo getroffen. Die Spannungen zwischen Seoul und Pyongyang hatten sich nach dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs «Cheonan» verschärft.

Das Schiff war laut einer Untersuchung internationaler Experten durch einen nordkoreanischen Torpedoangriff getroffen worden und deswegen gesunken. Nordkorea wies eine Verwicklung in den Vorfall wiederholt zurück.

Beileid den Angehörigen

Wen sprach den Angehörigen der beim Untergang getöteten 46 südkoreanischen Seeleute sein Mitgefühl aus. Er schloss sich jedoch nicht den Schuldzuweisungen gegen Nordkorea an.

«Die dringende Aufgabe ist es jetzt, die Auswirkungen des 'Cheonan'-Zwischenfalls zu entschärfen, die angespannte Situation zu ändern und Zusammenstösse zu vermeiden», sagte Wen. Sein Land werde «aktiv mit den massgeblichen Parteien kommunizieren» und zu «Frieden und Stabilität» in der Region beitragen.

Wichtigster Partner Pyongyangs

Das entspreche Chinas langfristigen Interessen am besten. «Ohne Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel kann sich Ostasien unmöglich entwickeln», sagte Wen. Die Volksrepublik China ist der wichtigste Unterstützer des kommunistischen Nordkoreas.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il besuchte China diesen Monat, um das Bündnis der beiden kommunistischen Staaten zu unterstreichen. Nach den Worten von US-Regierungsvertretern gibt es aber Signale aus China, wonach die Volksrepublik ihre Beziehungen zu Nordkorea auf den Prüfstand stellt.

Südkoreas Staatschef Lee sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wen und Hatoyama, er erwarte von den Nachbarstaaten «weise Zusammenarbeit» in der derzeitigen Krise. Hatoyama sagte, alle drei Politiker seien sich einig gewesen, «dass dies ein ernstes Thema im Zusammenhang mit Frieden und Stabilität im Nordosten Asiens» sei.

SDA/cpm

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