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Ahmadinejad entlässt seinen Aussenminister

Manouchehr Mottaki ist aus der iranischen Regierung entlassen worden. Eine Begründung bekam der Aussenminister nicht.

War seit 2005 Aussenminister im Iran: Manouchehr Mottaki.
War seit 2005 Aussenminister im Iran: Manouchehr Mottaki.
Keystone

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat seinen Aussenminister entlassen und den Chef des nationalen Atomprogramms zu dessen Nachfolger erklärt.

In einer kurzen Mitteilung, die am Montag auf der Website des Präsidentenbüros veröffentlicht wurde, dankte Ahmadinejad seinem obersten Diplomaten Manouchehr Mottaki für seinen fünfjährigen Dienst. Eine Begründung für die Entlassung wurde nicht genannt.

Parlament forderte Rücktritt

Iranische Medien hatten zuletzt mehrfach berichtet, dass Parlamentarier des Landes eine Entlassung Mottakis gefordert hätten, falls weitere UN-Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms verhängt würden. Den Berichten zufolge bezeichneten die Abgeordneten Mottaki als nicht stark und überzeugend genug, um die iranischen Interessen auf internationaler Ebene zu vertreten. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Juni eine vierte Runde von Sanktionen gegen den Iran beschlossen.

Aussenminister Guido Westerwelle forderte den Iran auf, die vor einer Woche wieder aufgenommenen Atomverhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft auch nach dem Rücktritt Mottakis fortzusetzen. «Wir setzen darauf, dass die Gespräche, die gerade in Genf begonnen haben, fortgesetzt werden», sagte er am Montag in Brüssel.

Auch andere politische Konstellationen dürften nicht «zu einer Unterbrechung oder einem Zögern führen», so der Aussenminister. Die Verhandlungen müssten fortgesetzt werden, «in welcher Konstellation auch immer».

AFP/mrs

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