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Europa im Krieg

Die Auslöschung einer Zeitungs­redaktion mitten in Europa ist ein Frontalangriff auf die Meinungsfreiheit, auf das Herz der westlichen Kultur. Ein Kommentar.

Ohnehin ist die Freiheit das grosse Thema: Einige der grossen französischen Tageszeitungen nach dem Anschlag. (8. Januar 2015)
Ohnehin ist die Freiheit das grosse Thema: Einige der grossen französischen Tageszeitungen nach dem Anschlag. (8. Januar 2015)
AFP
Auch in Grossbritannien gab es am Tag danach nur ein Thema: Die Titelseiten englischer Zeitungen – ohne Karikaturen. (8. Januar 2015)
Auch in Grossbritannien gab es am Tag danach nur ein Thema: Die Titelseiten englischer Zeitungen – ohne Karikaturen. (8. Januar 2015)
AFP
Der Anschlag sorgte auf der ganzen Welt für Schlagzeilen: Zeitungen in Tokio.
Der Anschlag sorgte auf der ganzen Welt für Schlagzeilen: Zeitungen in Tokio.
AFP
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Eine der letzten Zeichnungen von Stéphan «Charb» Charbonnier, Direktor des furchtlosen Satire-blatts Charlie Hebdo, zeigt einen trottelig dreinschauenden bärtigen Terroristen mit Kalaschnikow. Die Überschrift lautet: «Immer noch keine Attentate in Frankreich». Der Krieger widerspricht: «Abwarten. Es bleibt noch bis Ende Januar Zeit, seine Wünsche einzureichen.» Die Karikatur erwies sich als prophetisch. Wenige Tage nach der Publikation wird Charb zusammen mit dem Grossteil seiner Zeitungs­kollegen im Redaktionszimmer von einem islamischen Terrorkommando liquidiert. Der Unterschied zur Karikatur: Die «Allahu Akbar» schreienden Täter sind keine Trottel. Sie sind perfekt vorbereitet, mit modernstem Kampf­equipment ausgerüstet, und sie agieren kaltblütig. Es sind Kriegsprofis.

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