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Ärzte übten Ernstfall nur Stunden vor Anschlägen

Am Tag der Anschläge in Paris spielten die Rettungskräfte das Szenario eines Terrorangriffs mit Schusswaffen durch. Wenig später wurde die Übung zur Realität.

Seit dem «Charlie Hebdo»-Anschlag trainieren die Pariser Rettungskräfte für den Ernstfall: Nothelfer evakuieren eine Frau aus dem Bataclan. (13.11.2015)
Seit dem «Charlie Hebdo»-Anschlag trainieren die Pariser Rettungskräfte für den Ernstfall: Nothelfer evakuieren eine Frau aus dem Bataclan. (13.11.2015)
Thibault Camus, Keystone
Am Tag der Anschläge in Paris fand in den Spitälern eine Übung statt: Verletzter vor dem Bataclan in Paris. (13.11.2015)
Am Tag der Anschläge in Paris fand in den Spitälern eine Übung statt: Verletzter vor dem Bataclan in Paris. (13.11.2015)
Jerome Delay, Keystone
Im auf Schusswunden spezialisierten Spital ging um 21.40 Uhr der Alarm ein: 52 Opfer, darunter 25 Schwerverletzte, wurden ins Pitié-Salpetrière-Krankenhaus gebracht. (13.11.2015)
Im auf Schusswunden spezialisierten Spital ging um 21.40 Uhr der Alarm ein: 52 Opfer, darunter 25 Schwerverletzte, wurden ins Pitié-Salpetrière-Krankenhaus gebracht. (13.11.2015)
Ian Langsdon, Keystone
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Nach den Attacken in Paris sind in den Spitälern nur drei der rund 350 Verletzten gestorben. Die Rettungskräfte hatten am Tag der Anschläge eine Übung durchgeführt. Wie es der Zufall wollte, war das darin simulierte Szenario ein Terrorangriff mit Schusswaffen, wie das Nachrichtenportal Bloomberg.com berichtet.

«Wir haben jedes Glied in der Kette überprüft», sagt Mathieu Raux, Leiter des Notfalls im Spital Pitié-Salpetrière in Paris, der US-Plattform. Da die Notfallärzte 24-Stunden-Schichten absolvieren, hatte praktisch jeder, der Freitagnacht im Einsatz war, an der Übung teilgenommen.

25 Schwerverletzte

Um 21.40 Uhr sei der Alarm hereingekommen. Innerhalb von einer Stunde standen in der auf Schusswunden spezialisierten Klinik Chirurgen und Pflegepersonal in zehn voll ausgerüsteten Operationssälen bereit.

Von den 52 eingelieferten Opfern waren 25 schwer verletzt. «Manche hatten Kopfschüsse, andere Kugeln überall, in der Brust, in Armen und Beinen», sagt Roux. Er habe noch nie so etwas gesehen. Zwei Patienten starben kurz nach der Einlieferung, ein weiteres Opfer in einem anderen Spital. Raux ist optimistisch, dass die Verletzten im Pitié-Salpetrière überleben werden.

Seit den «Charlie Hebdo»-Attacken im Januar haben die Rettungskräfte in Paris mehrere solcher Übungen absolviert, um für mögliche Angriffe gerüstet zu sein.

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