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«Weisst du nicht, wer ich bin?»

Über die mutmassliche Sexattacke von Dominique Strauss-Kahn auf ein Zimmermädchen sind neue Details bekannt geworden. Ein TV-Sender berichtet, wie sich die Frau gewehrt haben soll.

Hier ist Dominique Strauss-Kahn vorübergehend untergekommen: Hausnummer beim Eingang des Wohnhauses am Broadway in New York.
Hier ist Dominique Strauss-Kahn vorübergehend untergekommen: Hausnummer beim Eingang des Wohnhauses am Broadway in New York.
Keystone
Unterkunft für den IWF-Chef: In diesem Gebäude am Broadway kann Strauss-Kahn mit der elektronischen Fussfessel absteigen.
Unterkunft für den IWF-Chef: In diesem Gebäude am Broadway kann Strauss-Kahn mit der elektronischen Fussfessel absteigen.
Reuters
Kein Unterschlupf Im Bristol Plaza: Anwohner wollten nicht, dass Strauss-Kahn hier absteigt.
Kein Unterschlupf Im Bristol Plaza: Anwohner wollten nicht, dass Strauss-Kahn hier absteigt.
Reuters
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Im Fall Strauss-Kahn gelangen jeden Tag neue Informationen an die Öffentlichkeit. Der amerikanische TV-Sender Fox News rekonstruierte nun das kurze Gespräch, das Dominique Strauss-Kahn und das Zimmermädchen vor der mutmasslichen Tat geführt haben sollen. «Mein Vorgesetzter ist im Gang draussen», sagte die offenbar verängstigte 32-jährige Hotelangestellte laut dem Bericht von «Fox News», als der IWF-Chef nackt aus dem Badezimmer gekommen sei und sich ihr mit eindeutigen Absichten genähert habe. «Ich will nicht meine Arbeit verlieren. Ich mache das nicht», soll das Zimmermädchen des Hotels «Sofitel» in New York weiter gesagt haben.

«Nein, Baby. Mach dir keine Sorgen, du wirst deine Arbeit nicht verlieren», soll Strauss-Kahn geantwortet haben. Und weiter: «Weisst du nicht, wer ich bin?» Er soll dies zweimal gesagt haben. Möglicherweise wollte Strauss-Kahn sie überzeugen, dass dank seiner mächtigen Position niemand etwas von der Angelegenheit erfahren werde. Der Bericht von «Fox News» stützt sich auf Aussagen eines New Yorker Polizisten, der mit dem Fall Strauss-Kahn vertraut ist.

Begegnung nach der mutmasslichen Tat

Das Zimmermädchen habe zu flüchten versucht, sei aber auf einem Plastiksack ausgerutscht, heisst es weiter im Medienbericht. Dann habe Strauss-Kahn sie gepackt und in Richtung Bett gezerrt, ehe es zu den sexuellen Übergriffen kam. Schliesslich gelang es der Frau, den damaligen IWF-Chef wegzustossen und zu fliehen. Beim Gerangel soll sich der mutmassliche Täter Schürfverletzungen zugezogen haben. Die 32-jährige Frau beschuldigt Strauss-Kahn, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. Wie «Fox News» berichtet, wurde die Frau im Korridor von Arbeitskollegen betreut. Sie sei in einem Schockzustand gewesen und habe gezittert. Kurze Zeit später habe Strauss-Kahn seine Suite verlassen und sei an der Frau vorbeigegangen. Sie hätten sich ohne Worte angeschaut. Dann sei Strauss-Kahn im Hotellift verschwunden.

Inzwischen haben die New Yorker Ermittler DNA-Analysen durchgeführt. Gemäss Medienberichten stammt das auf der Uniform des Zimmermädchens gefundene Sperma von Strauss-Kahn. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich nicht zu den Berichten äussern, wie Nachrichtenagenturen melden. Auch die Anwälte des Franzosen verweigerten einen Kommentar. Es wird erwartet, dass Strauss-Kahns Anwälte vor Gericht zwar den Sexualverkehr bestätigen, ihn aber als einvernehmlich darstellen werden.

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