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«Was ich will, will auch das Volk»

Hugo Chávez hat geredet, Geld verteilt, viele aus der Armut befreit und dennoch ökonomische und soziale Verheerungen angerichtet. Sein früher Tod macht ihn für seine Anhänger zum Heiligen.

Revolutionär im Wahlkampf: Mit der selbst gegründeten Partei Movimiento Quinta República gewinnt Chávez am 6. Dezember 1996 die Mehrheit der Stimmen für das Präsidentenamt.
Revolutionär im Wahlkampf: Mit der selbst gegründeten Partei Movimiento Quinta República gewinnt Chávez am 6. Dezember 1996 die Mehrheit der Stimmen für das Präsidentenamt.
Reuters
Eine neue Verfassung: Chávez unterschreibt am 20. November 1999 die «Bolivarische Verfassung». Damit etabliert er eine Form der Präsidialdemokratie und verbietet unter anderem die Privatisierung der Erdölindustrie.
Eine neue Verfassung: Chávez unterschreibt am 20. November 1999 die «Bolivarische Verfassung». Damit etabliert er eine Form der Präsidialdemokratie und verbietet unter anderem die Privatisierung der Erdölindustrie.
Reuters
In einer kubanischen Klinik kämpft Chávez nach der Operation mit Atemproblemen. Die einzigen Bilder aus der Klinik zeigen ihn mit seinen Töchtern Maria Gabriela (links) und Rosa Virginia (rechts). Am 18. Februar kehrt Chávez überraschend nach Venezuela zurück, wo er in einem Militärspital weiterbehandelt werden soll. (Bild: 14. Februar 2013)
In einer kubanischen Klinik kämpft Chávez nach der Operation mit Atemproblemen. Die einzigen Bilder aus der Klinik zeigen ihn mit seinen Töchtern Maria Gabriela (links) und Rosa Virginia (rechts). Am 18. Februar kehrt Chávez überraschend nach Venezuela zurück, wo er in einem Militärspital weiterbehandelt werden soll. (Bild: 14. Februar 2013)
Keystone
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Es sind 69 Sekunden und zwei Worte, die Hugo Chávez berühmt machen. Am 4. Februar 1992 versuchen der bis anhin nahezu unbekannte Oberstleutnant und eine Gruppe junger Offiziere, Venezuelas Präsidenten Carlos Andrés Pérez durch einen Staatsstreich zu entmachten. Das Unternehmen scheitert. Während Chávez in Caracas verhaftet wird, leisten seine Gefährten in anderen Teilen des Landes noch Widerstand. Die Regierung bittet den Anführer des Putsches, die Rebellen über das Fernsehen aufzufordern, weiteres Blutvergiessen zu vermeiden und die Waffen niederzulegen. Chávez kommt dem Ansinnen nach. In Uniform und mit der roten Mütze der Fallschirmspringer, erklärt der damals 37-Jährige in einer gut einminütigen Rede, der Militärputsch sei «vorläufig» gescheitert.

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