Zum Hauptinhalt springen

US-Todeskandidat erschossen

Mit dem verurteilten Mörder Ronnie Lee Gardner wurde in den USA zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt ein Todeskandidat durch ein Erschiessungskommando hingerichtet.

Hier musste Gardner Platz nehmen, bevor die Kugeln auf ihn abgefeuert wurden: Schwarzer Metallstuhl im Gebäude, wo die Hinrichtung stattfand.
Hier musste Gardner Platz nehmen, bevor die Kugeln auf ihn abgefeuert wurden: Schwarzer Metallstuhl im Gebäude, wo die Hinrichtung stattfand.
Reuters

Gardner sei am Freitag erschossen worden, teilte die Strafvollzugsbehörde des Bundesstaates Utah mit. Ein letztes Gnadengesuch des 49-jährigen Verurteilten war wenige Stunden zuvor abgelehnt worden.

Gardner starb gemäss Medienberichten um 00.20 Ortszeit (8.20 MESZ) im Staatsgefängnis von Draper. Er hatte vor 25 Jahren bei einem Fluchtversuch in einem Gerichtsgebäude einen Anwalt erschossen. Zuletzt war 1996 in Utah der verurteilte Kindermörder John Albert Taylor durch ein Erschiessungskommando hingerichtet worden.

In Utah kann ein Todeskandidat wählen, ob er erschossen oder vergiftet werden will. Die Standardmethode ist seit 2004 die Giftspritze, Gardner hatte sich dagegen entschieden.

Archaischen Methode?

Von den 35 US-Staaten, die die Todesstrafe erlauben, ist Utah der einzige, in dem Hinrichtungen noch per Erschiessungskommando erlaubt sind. Seit der Oberste Gerichtshof der USA 1976 die Todesstrafe wieder erlaubt hat, wurden dort zwei Menschen auf diese Art exekutiert.

Beim letzten Mal, 1996, war das Medieninteresse ungeheuer gross. Viele Journalisten sprachen von einem archaischen Überbleibsel aus der Zeit des Wilden Westens, als das Leben von Kriminellen häufig in einem später glorifizierten Kugelhagel geendet habe.

afp/ddp/sda/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch